22.08.2014
FLUG REVUE

Weltraumtaxi für bis zu sieben AstronautenRaumkapsel Boeing CST-100 besteht NASA-Sicherheitsprüfung

Boeing hat im Juli erfolgreich den "Spacecraft Safety Review" und den "Critical Design Review" der Raumkapsel CST-100 bestanden. Welche Firmen in der nächsten Phase Gelder von der NASA erhalten soll sich bald entscheiden.

Boeing_CST-100_Erdumlaufbahn

Ab 2017 soll die Boeing-Raumkapsel CST-100 im Auftrag der NASA Astronauten und Fracht in niedrige Erdumlaufbahnen befördern. Foto und Copyright: Boeing  

 

Die beiden NASA-Prüfungen seien die letzten beiden Meilensteine der aktuellen Projektphase, teilte Boeing mit. Das Programm liege im Zeit- und Kostenplan. Mit Hilfe des "Critical Design Review" komme man der endgültigen Konstruktion von Raumfahrzeug, Startsystem und Systemen näher. Insgesamt seien 44 Kapitel, darunter Antrieb, Software, Avionik, Landung, Energieversorgung und Andocksystem, überprüft worden.

"Die Herausforderung liegt darin, dass alle Einzelteile und Subsysteme zusammen arbeiten müssen", sagte Boeing-Programm-Manager John Mulholland. "Der Schlüssel ist die erfolgreiche Systemintegration."

Als zweiter Teil der Prüfung wurde auch der "Phase Two Spacecraft Safety Review" durchgeführt. Dazu gehört eine Gefahrenanalyse, die sämtliche lebensbedrohenden Störungen durchspielt. Dabei muss die Konstruktion nachweisen, dass sie mit erwartbaren Risikosituationen zurecht kommt, etwa durch Reservesysteme oder andere Schutzvorkehrungen. Die Raumkapsel wird im Boeing-Geschäftsbereich Boeing Defense, Space & Security gebaut, der in St. Louis beheimatet ist.

In der Konkurrenz um den NASA-Auftrag sieht sich Boeing Firmen wie SpaceX (weiterentwickelte Dragon-Kapsel), Sierra Nevada Corp (Raumgleiter) und Blue Origin gegenüber. Diese sind mit ihren Entwürfen aber offenbar noch nicht so weit fortgeschritten.

 Nach Angaben der NASA sollen „ein oder mehrere“ Aufträge für kommerzielle Transportdienste „im August oder September“ erteilt werden. Ziel ist es, bereits 2017 den ersten Start zur Internationalen Raumstation durchzuführen, um die Abhängigkeit von russischen Sojus-Kapseln zu beenden.

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www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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