11.08.2010
FLUG REVUE

Ein Hauch von Star WarsRobonaut 2: Ein Hauch von Star Wars

In der Tat erinnert er an einen Klonkrieger aus Star Wars, der Robonaut 2. Ganz und gar nicht kriegerisch wird allerdings seine Aufgabe sein, die er an Bord der Internationalen Raumstation zu spielen hat.

Ein Hauch von Star Wars

Die Besatzung der Discovery macht sich mit ihrem Roboterkollegen bekannt. © NASA  

 

Derzeit ist der Roboterastronaut noch gut verpackt, in einem Aluminiumgestell und mit viel Schaumstoff. Bald jedoch wird er an Bord des Multipurpose Logstic Moduls (MPLM) im Rahmen der Shuttle-MIssion STS-133 zur ISS gebracht. Hier soll er sich immer wiederholende und ermüdende Tätigkeiten von seinen Astronautenkollegen übernehmen und möglicherweise eines Tages sogar bei einem Arbeitseinsatz im freien Raum Hilfestellung leisten.

Vorher war die Herstellung seiner Transportsicherheit allerdings eine große Herausforderung für die Techniker in der Space Station Processing Facility am Kennedy Space Center, jener Halle, in der die Nutzlasten für die ISS vorbereitet werden. Immerhin darf der komplizierte Roboter durch die starken Vibrationen beim Start des Shuttles nicht beschädigt werden. Schließlich wiegt er samt Transportgestell rund 225 Kilogramm. Zu guter Letzt muss all die Verpackung nach der Ankunft an Bord der Station leicht wieder entfernt werden können.

Zuerst dachte man daran, den Roboter einfach auf einem freien Platz im Mitteldeck des Orbiters festzuschnallen, doch ist er dafür einfach zu schwer. Nun muss er doch im Frachtraum des Shuttles ins All reisen und dabei die mehr als dreifache Erdbeschleunigung aushalten. Der von der NASA und General Motors gemeinsam entwickelte und gebaute Robonaut ist vollgepackt mit Sensoren und Software und verfügt unter seinem Helm über zwei Kameras, welche Stereobilder erzeugen. Den Händedruck eines Menschen erwidert er mit genau der gleichen Kraft, die sein Gegenüber aufbringt.

Das MPLM "Leonardo" wird übrigens, ganz im Gegensatz zu früheren Missionen, beim Heimflug der Discovery nicht wieder mit zur Erde zurückkehren. Weil die Shuttle-Ära zu Ende geht, wird es nach mehreren Modifikationen als Permanent Multipurpose Module fest an der ISS verankert bleiben und zusätzlichen Stauraum für die Besatzung bieten.




  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

FLUG REVUE 12/2016

FLUG REVUE
12/2016
07.11.2016

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Neue Junkers F 13 fliegt
- Dreiteilung airberlin
- Flughafen Lyon
- Erprobung Pilatus PC-24
- Wonsan Air Festival
- Brennstoffzellen im Alltagstest
- Extra Raumfahrt

aerokurier iPad-App