31.07.2014
FLUG REVUE

Ankunft am 6. AugustRosetta nähert sich dem Kometen Churyumov-Gerasimenko

Keine 2000 Kilometer trennen die ESA-Sonde Rosetta und Lander Philae mehr von ihrem Ziel, dem Kometen Churyumov-Gerasimenko.

Rosetta Bild Komet Juli 2014

Aus 2000 Kilomtern Entfernung hat die Raumsonde Rosetta den Kometen Churyumov-Gerasimenko ins Visier genommen (Foto: ESA).  

 

Bilder der OSIRIS-Kamera deuten bereits an, was Sonde und Lander vor Ort erwartet: "Die Oberfläche sieht relativ rau aus, es bleibt abzuwarten, ob es sich um Einschlagskrater handelt oder um Strukturen, die sich aus der kometaren Aktivität ergeben", sagt Dr. Ekkehard Kührt vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Eine weitere Aufnahme der Kamera zeigt, dass der Komet in eine Staubwolke, die so genannte Staubkoma, gehüllt ist. Bereits Ende April hatte die OSIRIS-Kamera aus mehr als zwei Millionen Kilometern Entfernung eine Staubwolke um den Kometen festgestellt. Die Koma, die sich rund um den Kometen über ein Gebiet von etwa 150 mal 150 Quadratkilometern erstreckt,  dünnt sich zu den Rändern hin aus. Die Aufnahme zeigt nur den inneren Teil der Koma, in dem die höchste Dichte an Staubpartikeln enthalten ist .

Um sich auf die Suche nach einem geeigneten Landeplatz zu machen, müssen die Wissenschaftler und Ingenieure des Philae-Teams noch warten: "Wir sehen die Oberfläche noch nicht deutlich genug", sagt Lander-Projektleiter Dr. Stephan Ulamec vom DLR. Das Landegerät, das am 11. November die erste Landung auf einem Kometen durchführen soll, wird aus dem Lander-Kontrollzentrum des DLR in Köln gesteuert und betrieben.

Am 6. August wird die Rosetta-Sonde am Churyumov-Gerasimenko ankommen, erst dann kann die Oberfläche aus der Nähe beobachtet und kartiert werden. Für eine sichere Landung von Philae ist die Rauigkeit der Kometenoberfläche und seine Aktivität ein wichtiges Kriterium. "Als Landeplatz wäre natürlich flaches Terrain günstig - und nicht unbedingt ein Standort direkt neben einer Gletscherspalte, aus der kräftig das Gas strömt."

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KS


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