04.11.2009
FLUG REVUE

Russisches Modul "Poisk" ist startbereit

Der Start des neuen russischen "Kleinen Forschungsmoduls" MIM2 als Ergänzung der Internationalen Raumstation rückt immer näher. Gestern wurde das Modul bereits in der Nutzlastspitze der Trägerrakete verstaut.

Poisk

Die Lokalisierung von Poisk im russischen Segment der ISS. © RKK Energija  

 

Das Modul war vor einigen Tagen stillschweigend auf den Eigennamen Poisk getauft worden, was in etwa "Suche" bedeutet - wenig einfallsreich, weil es an der Station bereits das US-Modul Quest gibt. Poisk ist eine Weiterentwicklung des russischen Kopplungs- und Ausstiegsmoduls Pirs und wird diesem genau gegenüber am Kugelkopplungsstutzen des Moduls Sarja verankert werden. Es verfügt über spezielle magnetische Arbeitsflächen an der Außenwand, an denen Experimente leicht befestigt werden können. Dazu gibt es im Modul auch eine Ausstiegsluke, einen eigenen Kranarm und ein weiteres Kopplungsaggregat zum Andocken von Sojus- oder Progress-Raumkapseln.

Weil nach der Aufstockung der ISS-Stammbesatzungen auf sechs Astronauten und der bevorstehenden Außerdienststellung der Space Shuttles immer zwei Sojus-Kapseln an der Station als "Rettungsboote" stationiert sein müssen, wird eine weitere für Progress-Frachter benötigt und eine (am Heck von Swjesda) als Reserve gehalten - für europäische ATV oder russische Tanker (siehe Grafik).



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