06.03.2013
FLUG REVUE

Salzwasser auf dem Jupitermond Europa

Vor zehn Jahren verglühte die NASA-Sonde Galileo in der dichten Jupiteratmosphäre, aber noch immer entdecken Wissenschaftler Neues bei der Auswertung ihrer Daten.

Am 18. Oktober 1989 war Galileo gestartet, im Juli 1995 erreichte die Raumsonde den Gasriesen Jupiter. Von da an beobachtete sie den Planeten und seine Monde kontinuierlich, wobei die Arbeitszeit dreimal verlängert wurde. Eine der wichtigsten Entdeckungen war die, dass der Mond Europa unter seiner Eisdecke offenbar einen riesigen Ozean über einem relativ kleinen festen Kern verbirgt. Seitdem spekulieren Astronomen und Exobiologen darüber, ob sich hier nicht vielleicht Lebensformen entwickelt haben könnten.

Jüngste Theorien besagen, dass zwischen der eisigen Oberfläche des Mondes und dem Ozean darunter ein reger chemischer Austausch herrscht, was wiederum die Existenz von Leben begünstigen könnte. Nicht zuletzt mit Hilfe spektroskopischer Beobachtungen von der Erde aus gelang u.a. der Nachweis von Epsomit, einem Magnesiumsulfatsalz, das wahrscheinlich durch Oxydation eines Minerals aus dem rund 60 Kilometer tiefen Ozean stammt. Wissenschaftler vermuten nun, dass diese Verbindung aus Chloridsalzen von Europa und Schwefel aus Vulkanen des innersten Mondes Io entstanden ist. Die Beobachtung des Eismondes wird also nach wie vor ein spannendes Thema bleiben.

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flugrevue.de/Matthias Gründer


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