26.10.2012
FLUG REVUE

Saturn machte ein "Bäuerchen"

Mit diesen Worten beschreiben NASA-Wissenschaftler die Nachwirkungen eines massiven Sturms in der Saturnatmosphäre, der stärker war, als es die Experten prognostiziert hatten.

Wenn allerdings ein solcher Gasriese wie der Saturn einmal ein Bäuerchen macht, hat das Auswirkungen auf das gesamte System der Atmosphäre - und vor allem wirkt es lange nach. So konnten mittels Infrarotmessungen der NASA-Raumsonde Cassini Temperaturspitzen gemessen werden, die 65 Grad Celsius über dem Normalwert lagen, und das in einem Bereich der Atmosphäre auf der Nordhalbkugel, der gemeinhin als sehr stabil gilt. Gleichzeitig entdeckten die Wissenschaftler eine riesige Menge an Äthylen, dessen Herkunft ihnen völlig rätselhaft ist. Bisher war dieses Gas auf dem Saturn noch nicht nachgewiesen worden.

Erste Anzeichen für den riesigen Wirbel wurden am 5. Dezember 2010 entdeckt, und bis August 2011 konnten sie im Bereich des sichtbaren Lichts beobachtet werden. Infrarote Nachwirkungen indessen sind bis zum heutigen Tag nachweisbar.

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flugrevue.de/Matthias Gründer



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