11.10.2013
FLUG REVUE

StartvorbereitungenSchutzschild für GAIA

Am 20. November soll von Kourou aus der neueste Astronomiesatellit der ESA ins All gebracht werden. Dafür herrscht derzeit Hochbetrieb in Reinraum S1B.

gaia

Hochbetrieb in Reinraum des Integrationsgebäudes von Kourou.© Arianespace  

 

In den vergangenen Tagen wurde GAIA mit dem Thermalschutz sowie den Solarzellenflächen ausgestattet. Die Verkleidung für den Schutz des empfindlichen Teleskops vor der Sonnenstrahlung stammt vom spanischen Hersteller SENER und der Satellit selbst von Astrium. Experten beider Unternehmen nahmen die Installationen im Integrationsgebäude des Startzentrums vor. Ist der Start der Sojus-Rakete erst einmal erfolgt und der Satellit im All ausgesetzt, werden zwölf schmale Rechteckflügel ausgeklappt, zwischen denen eine reflektierende Folie aufgespannt wird. Diese flache Scheibe wird dafür sorgen, dass die Bordinstrumente bei einer konstanten Temperatur von minus 100 Grad Celsius arbeiten können.

Auf der Rückseite dieser Scheibe sind die Solarzellenflächen für die Bordenergieversorgung installiert, welche rund 1850 Watt Leistung produzieren. Damit wird die Arbeitsbereitschaft der Bordcomputer, der Kommunikation, Navigation und des Thermalkontrollsystems gewährleistet. Nur so kann GAIA die bislang größte und genaueste dreidimensionale Karte unserer Milchstraße anfertigen. Wissenschaftler erwarten im Laufe der geplanten fünfjährigen Betriebszeit von GAIA rund ein Petabyte an Daten, genug um neue Antworten auf die Fragen nach dem Ursprung, der Struktur und der Entwicklungsgeschichte unserer Galaxie zu finden.

Copyright: ESA

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flugrevue.de/Matthias Gründer


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