07.03.2016
FLUG REVUE

SpaceX bringt SES-9 in den OrbitSenkrechte Landung missglückt

Eine Falcon 9 von SpaceX hat am Samstag den Kommunikations- und Fernsehsatelliten SES-9 erfolgreich in eine geostationäre Umlaufbahn gebracht. Der erneute Versuch, die erste Stufe der Falcon 9 auf einer Plattform im Meer zu landen, scheiterte jedoch.

Falcon 9 von SpaceX beim Start am 5. März 2016

Eine Falcon 9 hat den Telekommunikationssatelliten SES-9 erfolgreich in einem geostationären Transferorbit ausgesetzt. Foto und Copyright: SpaceX  

 

Nach vier abgebrochenen Startversuchen seit dem 24. Februar hob am Samstag eine Falcon 9 von Cape Canaveral, Florida ab. An Bord: ein SES-9-Satellit, der die Abdeckung in der Region Asien-Pazifik verbessern soll. Die Falcon 9 brachte den 5271 Kilogramm schweren Satelliten in einen geostationären Transferorbit (Geostationary Transfer Orbit, GTO) in mehr als 35.000 Kilometern Höhe. Ein Landeversuch der ersten Stufe auf einer schwimmenden Plattform im Meer missglückte.

"Die Rakete ist hart auf der Plattform aufgekommen. Ich habe nicht erwartet, dass es funktioniert (heißer Wiedereintritt), aber der nächste Flug hat gute Chancen", twitterte SpaceX-Chef Elon Musk am Samstag. Bereits in einer Pressemitteilung vor dem Start gab das private Raumfahrtunternehmen an, man erwarte aufgrund des einzigartigen GTO-Profils des Fluges keine erfolgreiche Landung. Im Dezember 2015 war es SpaceX gelungen, eine Raketenstufe heil zur Erde zurückzubringen und in Cape Canaveral zu landen. Ein weiterer Versuch im Januar auf einer Plattform im Meer scheiterte allerdings.

Es war der dritte Start einer verbesserten Falcon 9 mit mehr Schub. Eigentlich kann diese Version der Falcon eine maximale Nutzlast von 4850 Kilogramm in einen geostationären Transferorbit befördern - zu wenig für den von Boeing gebauten SES-9-Satelliten. Deshalb gab es zusätzlichen Schub des Merlin-Triebwerks der zweiten Raketenstufe.

Die Satellitenbetreiber-Holding SES mit Sitz in Luxemburg musste nach dem Absturz einer Falcon 9 am 28. Juni 2015 fast ein Jahr lang auf den Start warten.

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www.flugrevue.de/Ulrike Ebner



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