06.08.2013
FLUG REVUE

SOFIA kehrt aus Neuseeland zurück

Nach dreiwöchigem Forschungsaufenthalt auf der südlichen Halbkugel ist das von der NASA und dem DLR gemeinsam betriebene fliegende Stratosphärenobservatorium SOFIA wieder auf seiner Heimatbasis Dryden Aircraft Operations Facility in Palmdale, Kalifornien, eingetroffen.

Die modifizierte Boeing 747SP rollte am 2. August kurz nach sieben Uhr morgens am Air Force Plant 42 in Palmdale aus. In den vergangenen Wochen hatte die Maschine mit dem deutschen 2,5-Meter-Infrarotteleskop an Bord neun Wissenschaftsflüge vom Ausgangsflughafen Christchurch in Neuseeland ausgeführt. Missionsmanager Edward Harmon bezeichnete diese Missionen als vollen Erfolg. Die Auswertung der Beobachtungen wird einige Monate in Anspruch nehmen.

Am 13. Juli MESZ war das Flugzeug gestartet und über Hawaii nach Neuseeland geflogen. Forschungsziele auf der Südhalbkugel waren unter anderem die Große und Kleine Magellansche Wolke sowie einige Objekte im Zentrum der Milchstraße. Die beiden Magellanschen Wolken sind so genannte Zwerggalaxien in der unmittelbaren Nachbarschaft unserer eigenen Galaxis. Sie sind am südlichen Himmel mit bloßem Auge gut sichtbar. Benannt wurden sie nach dem Entdecker Ferdinand Magellan, einem der ersten Europäer, der über sie berichtete. Ihre "relative" Nähe von 163.000 beziehungsweise 209.000 Lichtjahren macht es möglich, dort die Lebenszyklen von Sternen, vom Protostern bis zu den Resten einer Supernova, genauer zu erforschen. SOFIA untersuchte von Neuseeland aus prominente Sternentstehungsgebiete.

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flugrevue.de/Matthias Gründer


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