03.05.2011
FLUG REVUE

Sojus M-10M hat angekoppelt

Der jüngste russische Raumtransporter Progress M-10M hat nach zweitägigem Flug die Internationale Raumstation erreicht und dort am Pirs-Modul angelegt.

Am 25. April war die Rakete der Version Sojus-U samt ihrer Nutzlast aus dem Montagegebäude zum Startplatz gefahren worden und dort in die Vertikale aufgerichtet worden. Dann begannen die üblichen Betankungs- und Testverfahren zwei Tage vor dem Start.

Die insgesamt 1769. Rakete der R-7-Trägerfamilie hob pünktlich am 27. April um 17:05:21 Uhr Moskauer Zeit ab und beförderte den Raumtransporter auf seine Bahn in Richtung ISS. An Bord befanden sich mehr als 2,6 Tonnen an Verbrauchsgütern und wissenschaftlichen Experimenten.

Die vorbereitenden Arbeiten und der eigentliche Start wurden von Andrej Perminow überwacht, dem zu dieser Zeit noch im Amt befindlichen Chef der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos, der inzwischen völlig überraschend von Wladimir Popowkin abgelöst worden ist. Die Weisung dazu kam vom russischen Präsidenten persönlich, der den früheren Befehlshaber der Weltraumstreitkräfte auf dieses prestigeträchtige Amt hievte.

Währenddessen koppelte am 29. April Progress M-10M automatisch am Modul Pirs der Raumstation an und wird nunmehr von den Mitgliedern der 27. Stammbesatzung entladen. Zur Nutzlast an Bord gehören auch 444 kg an US-amerikanischer Ausrüstung.

 
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flugrevue.de/Matthias Gründer



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