16.04.2010
FLUG REVUE

SojusSojus-Rampe nähert sich der Fertigstellung

Der neue Startplatz für russische Sojus-Trägerraketen auf dem europäischen Raumfahrtstartgelände in Kourou (Französisch Guyana) hat die Endphase des Aufbaus erreicht. Im September soll von hier aus die erste Rakete starten und den Kommunikationssatelliten HYLAS 1 der Avanti Communications Group ins All bringen.

Sojus-Startrampe

Luftaufnahme der Sojus-Startrampe mit dem 149 x 123 Meter großen Ablenkschacht. © Arianespace  

 

Derzeit laufen hier umfangreiche Tests aller mechanischen Systeme der Startrampe, darunter der Funktionsweise der charakteristischen Haltearme und Versorgungsmasten für den Träger. Auch die Versorgungsleitungen für Kraftstoff und technische Gase werden gründlich überprüft. Rund zehn verschiedene Qualifikationstests sind zu absolvieren, bevor die komplette Anlage für den Betrieb zugelassen wird.

Parallel dazu ist der 50 Meter hohe mobile Versorgungsturm fast fertiggestellt. Nach der Montage des Stahlgerüsts wird dieses noch mit Blech verkleidet und den notwendigen technischen Installationen ausgerüstet. Bewegliche Arbeitsplattformen im Innern gewährleisten dann Wartungsarbeiten bis zu einer Höhe von 36 Metern.

Dieser Wartungsturm ist auch der einzige äußerlich sichtbare Unterschied zu den originalen russischen Rampen. Dort werden Rakete und Nutzlast horizontal in speziellen Hallen für den Start vorbereitet, dann mit der Bahn zur Rampe gefahren und erst dort vertikal aufgerichtet. In Kourou indessen schützt diese sogenannte „Gantry“ die Trägerrakete vor allem vor dem tropischen Klima.




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