02.09.2014
FLUG REVUE

Unkompliziert und kostengünstigTriebwerke mit gedruckten Teilen

Faszinierend sind die Einsatzmöglichkeiten gedruckter Teile in Luft- und Raumfahrt. Jetzt haben sogar schon Treibstoffeinspritzdüsen in Raketentriebwerken ihre Funktionsfähigkeit nachgewiesen.

3D-Triebwerksteile

Hot-Fire-Test beim Marshall Space Flight Center der NASA in Huntsville, Alabama. © NASA  

 

NASA-Ingenieure haben erstmals kompliziert geformte Teile von Raketentriebwerken im heißen Einsatz getestet, die mittels „Additive Manufacturing“, allgemein auch als 3D-Druck bezeichnet, hergestellt worden waren. Dabei handelte es sich um Düsen, mit deren Hilfe Treibstoffkomponenten in die Brennkammer eingespritzt werden. Diese sogenannten Injektoren wurden in einem Stück hergestellt und verfügen über 40 individuelle Sprühelemente. In der Größe entsprechen sie bereits jetzt herkömmlich produzierten Düsen, wie sie in kleinen Raketen verwendet werden; im Design stimmen sie mit großen Injektoren überein, wie sie beim Triebwerk RS-25 der künftigen Großrakete SLS Verwendung finden. Vergleichbare Düsen bestehen aus 163 Einzelteilen, die einzeln produziert und montiert werden müssen, während die gedruckten Düsen aus nur noch zwei Teilen bestehen und somit weniger anfällig für Fehlfunktionen sind.

Auf dem Teststand des Marshall Space Flight Centers wurden mit den neuen Düsen ausgestattete Triebwerke für jeweils fünf Sekunden Dauer gezündet. Je einer der Injektoren stammte von Solid Concepts in Valencia, Kalifornien, sowie von Directed Manufacturing in Austin, Texas. Ziel der breit gefächerten Kooperation ist es, während der Konstruktion und Herstellung möglichst viele Erfahrungen zu sammeln.

Mehr Infos zu:
Mehr zum Thema:
flugrevue.de/Matthias Gründer


Weitere interessante Inhalte
Zweite Flugtestserie NASA untersucht adaptive Flügelhinterkanten

31.05.2017 - Mit einer modifizierten Gulfstream GIII hat die amerikanische Aeronautik- und Raumfahrtbehörde NASA Flugtests in Kalifornien durchgeführt. … weiter

Experimental-Raumgleiter der US Air Force X-37B landet nach 718 Tagen im All in Florida

08.05.2017 - Der geheimnisvolle Raumgleiter X-37B der US Air Force ist nach fast zwei Jahren im Weltraum am Kennedy Space Center in Florida gelandet. … weiter

Bemannte Raumfahrt Boeings Tor zum Weltall

19.04.2017 - Eine Raumstation in Mondnähe und ein Mars-Raumschiff: Der amerikanische Flugzeug- und Raumfahrtkonzern hat neue Konzepte für die interplanetare Raumfahrt vorgestellt. … weiter

Neues System von Rockwell Collins Überschallknall im Cockpit visualisiert

23.03.2017 - Der US-Avionikhersteller Rockwell Collins hat ein System entwickelt, das Piloten von künftigen Überschallflugzeugen die Lärmauswirkungen am Boden auf einem Display darstellt. … weiter

Luftfahrtfortschung NASA führt Überschall-Testflüge durch

21.03.2017 - Die amerikanische Aeronautik- und Raumfahrtbehörde will mit einer Reihe von Flugtests Technologien untersuchen, die künftige Überschallflugzeuge effizienter machen sollen. … weiter


  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

FLUG REVUE 07/2017

FLUG REVUE
07/2017
12.06.2017

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


COMAC C919 fliegt
Rafale wird weiter modernisiert
Das Cockpit der Zukunft
Griechenland mustert RF-4E Phantom II aus
Air Seychelles fliegt ab Düsseldorf
Patrouille de France auf großer US-Tour

aerokurier iPad-App