14.08.2013
FLUG REVUE

US-Sparzwang: Air Force schaltet „Space Fence“ ab

Offiziell heißt das von der USAF betriebene System zur Überwachung von Weltraummüll rund um die Erde Air Force Space Surveillance System, doch allgemein wird es nur Space Fence (Weltraumzaun) genannt. Weil die US-Streitkräfte sparen müssen, geht es nun auch diesem „Zaun“ an den Kragen.

Das Pentagon darf in diesem Jahr nicht mehr so viel Geld ausgeben wie bisher; insgesamt sind es 42,7 Milliarden Dollar weniger als noch 2012. Zwar ist der US-Militärhaushalt immer noch mit weitem Abstand der größte der Welt, doch müssen sich die Militärs von dem einen oder anderen liebgewonnenen Programm trennen. Ab 1. Oktober soll denn auch die Schrott-Überwachung im Weltraum eingestellt werden, was eine Gesamteinsparung von 14 Millionen Dollar pro Jahr ergibt. Das ist ein Klacks gegenüber den 682 Milliarden, die noch für Waffen und Gerät ausgegeben werden dürfen, doch die Soldaten und Zivilbeschäftigten in den seit 1961 existierenden drei Standorten mit Radarsendern und sechs weiteren für den Empfang müssen sich neue Jobs suchen.

Laut dem kommandierenden General William Shelton ist das System ohnehin veraltet, und der Weltraum rings um die Erde könne mit verbesserten Radaranlagen viel genauer überwacht werden. Ein Nachfolgesystem liegt derzeit auf Eis, weil noch nicht klar ist, ob die Sparzwänge im nächsten Jahr anhalten. Indessen gibt es ähnliche Beobachtungsanlagen auch in anderen Ländern, so dass angeblich kein Grund zur Besorgnis besteht. Immerhin gibt es rund 29.000 Objekte von mehr als zehn Zentimetern Größe im Erdorbit, die mit Geschwindigkeiten von rund 25.000 km/h dahinrasen; kleinere werden gar nicht erfasst, können aber auch ziemliche Schäden beim Aufprall anrichten

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flugrevue.de/Matthias Gründer



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