28.01.2011
FLUG REVUE

25 Jahre Challenger ExplosionVor 25 Jahren explodierte Space Shuttle Challenger

Am 28. Januar 1986 erlebt die NASA einen der schlimmsten Tage ihrer Geschichte: 73 Sekunden nach dem Start vom Kennedy Space Center explodiert das Space Shuttle Challenger. Alle sieben Astronauten an Bord kommen ums Leben.

In den fünf Jahren seit dem ersten Shuttle-Flug im Jahr 1981 hatten sich die Missionen des Raumgleiters zu einer gewissen Routine entwickelt. Nach dem Glanz und Pioniergeist der Apollo-Flüge war Raumfahrt im Alltag angekommen. Mit dem Flug der Challenger sollte die Aufmerksamkeit wieder erhöht werden: Christa McAuliffe, eine Lehrerin, wollte Unterricht aus dem Weltraum erteilen.

In der Bundesrepublik Deutschland sorgten die Shuttle-Flüge dagegen noch für große Aufmerksamkeit: Im Herbst 1983 flog Ulf Merbold als erster Bundesbürger mit der Columbia in den Weltraum. Fünf Jahre zuvor war bereits Sigmund Jähn mit einem Sojus-Flug ins All gestartet. Im Herbst 1985 absolvierten Reinhard Furrer und Ernst Messerschmid an Bord der Challenger die D-1-Mission.

Der darauf folgende Flug mit dem Shuttle Challenger endete dann in der bislang schlimmsten Katastrophe der US-Raumfahrt - vor laufenden Fernsehkameras und mit Millionen Zuschauern. Zuvor hatte die NASA im Jahr 1967 drei tote Astronauten zu beklagen, als es während eines Apollo-Testlaufs zu einem Feuer an Bord kam. Während einer Mission war aber noch keine Besatzung tödlich verunglückt - die Apollo-13-Mission 1970 unterstützte eher noch das Bild der sicheren Raumfahrt, die auch mit schwierigen Situationen fertig würde.

Wie der Untersuchungsbericht später ergab, führte eine Kette von Faktoren zur Explosion des Außentanks und dem tödlichen Ende von STS-51L. Kalte Temperaturen auf der Startrampe und ein defekter Dichtungsring an der rechten Feststoff-Startrakete waren schließlich Auslöser der Katastrophe: Heiße Gase schossen seitlich aus der Rakete und schmolzen den riesigen Tank mit Wasserstoff und Sauerstoff auf. Kurz darauf zerbarst dieser in einer gigantischen Explosion.

Weitere Hintergründe zum Shuttle-Programm und der Challenger-Explosion lesen Sie in unserer Serie



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