11.12.2012
FLUG REVUE

Vor vierzig Jahren...

...am 11. Dezember 1972, startete Commander Eugene Cernan erstmals den Motor des Lunar Roving Vehicles für die bevorstehenden Erkundungsfahrten im Landegebiet von Apollo 17 am Taurus-Littrow-Gebirge.

Die Saturn-Rakete mit der Kommandokapsel America und dem Mondlander Challenger an Bord war am 7. Dezember 1972 zur letzten Mission des ehrgeizigen Apollo-Programms gestartet, und ungeniert fragte die US-amerikanische Öffentlichkeit, ob es sich wirklich gelohnt habe, "eine Handvoll Mondgestein für den Preis von 25 Milliarden Dollar zu beschaffen." Nach Ansicht der Medien, die das Mondabenteuer bereits abgehakt hatten, verlief dieser Flug reichlich unspektakulär, und noch während des Unternehmens wurde auf der Erde bereits eingepackt. Unter anderem wurden zwei komplette Saturn V, vier Apollo-Kapseln und ein Mondlander eingemottet, denn die ursprünglich noch geplanten drei Missionen zum Abschluss des Programms waren ersatzlos gestrichen worden.

An Bord von Apollo 17 befanden sich Commander Eugene Cernan, Ronald Evans als Pilot der Kommandokapsel und der erste und bis dahin einzige Wissenschaftsastronaut Harrison Schmitt. Cernan und Schmitt landeten am 11. Dezember auf dem Mond, hielten sich dort etwas mehr als drei Tage auf und kehrten am 19. Dezember zur Erde zurück. Auf der Mondoberfläche hatten die Männer 34 Kilometer mit ihrem Mondauto zurückgelegt und insgesamt 110,4 Kilogramm Gesteinsproben gesammelt.

Nach dieser bisher längsten Mondmission wurde das Programm beendet. Das politische Ziel war erreicht worden. Die USA hatten nicht nur den Sputnik- und den Gagarin-Schock überwunden, sondern auch die technologische Führung in der Raumfahrt übernommen, und das zur gleichen Zeit, in der sie den ebenfalls Unsummen verschlingenden, moralisch höchst verwerflichen und zudem völlig sinnlosen Krieg in Südostasien führten.

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flugrevue.de/Matthias Gründer


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