21.01.2013
FLUG REVUE

War der Marskrater einst ein Grundwassersee?

Neue Daten, die der Mars Reconnaissance Orbiter der NASA zur Erde geschickt hat, stärken die Annahme der Wissenschaftler, dass es auf dem Mars einst flüssiges Wasser gegeben hat.

Die Experten haben bei der Analyse von Spetrometerdaten des McLaughlin-Kraters Ablagerungen von Karbonatgestein und Tonmineralien gefunden, die sich üblicherweise am Grunde von Gewässern bilden. Der Krater mit einem Durchmesser von 92 und einer Tiefe von 2,2 Kilometern wäre durchaus für die Ansammlung von einströmendem Grundwasser geeignet gewesen, denn andere Strömungskanäle fehlen hier - nur einige kleinere enden dort, wo früher möglicherweise die Oberfläche des Sees gewesen ist.

Einige Wissenschaftler glauben nun, dass es in der Unterwasserwelt des Grundwassersees durchaus die Möglichkeit für die Entwicklung niedriger Lebensformen gegeben haben könnte. Zudem handelt es sich bei den Anlagerungen am Boden eindeutig um Sedimente und nicht um ausgewaschene Mineralien aus der Kraterumgebung, die einst eingespült worden wären.

Der 2005 gestartete Mars Reconnaissance Orbiter hat bisher mehr hochauflösende Datensätze seiner sechs Bordinstrumente zur Erde gesandt als alle anderen Marsorbiter zusammen. Dazu gehören auch jene vom McLaughlin-Krater, der sich am Ende eines mehrere hundert Kilometer langen flachen Abhangs im Westen von Arabia Terra befindet.

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flugrevue.de/Matthias Gründer


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