04.02.2013
FLUG REVUE

Webbs Spiegelkabinett

Der nächste große Astronomiesatellit der NASA, das James Webb Space Telescope, soll ab 2018 das Hubble-Teleskop ersetzen.

Der Satellit, dessen reine Baukosten auf rund 8,7 Milliarden US-Dollar geschätzt werden, soll am weitesten ins Universum und damit in dessen Geschichte blicken, die frühesten Galaxien fotografieren und Planeten an weit entfernte Sternen entdecken. Dafür haben Wissenschaftler und Techniker ein ausgeklügeltes Spiegelsystem entwickelt, mit dessen Hilfe auch extrem schwache Lichter aufgenommen werden können.

Webb verfügt über jeweils ein Primär-, Sekundär- und Tertiärsystem, die mittels kleinerer Lenkspiegel gesteuert werden. Allein der Hauptspiegel besteht aus 18 sechseckigen Segmenten, die zusammen 25 Quadratmeter effektive Empfangsfläche bilden. Der kreisrunde Sekundärspiegel ist konvex und wölbt sich der Lichtquelle entgegen; beide sind beweglich gelagert. Der Tertiärspiegel hingegen ist fest installiert. Das einfallende Licht wird vom Primärspiegel zum Sekundärspiegel gelenkt und gelangt von dort zum Tertiärspiegel, der es wiederum mit Hilfe des Lenksystems zu den verarbeitenden Instrumenmten schickt.

Die ESA beteiligt sich an dem Satelliten mit 300 Millionen Euro, worin der Start an Bord einer Ariane 5 enthalten ist. Derzeit durchlaufen die Baugruppen des JWST umfangreiche Testreihen, für die sogar beim Johnson Space Center in Houston, Texas, eine Vakuumkammer aus Apollo-Zeiten reaktiviert wurde

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flugrevue.de/Matthias Gründer


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