22.04.2013
FLUG REVUE

Weltraummüll - ein "überirdisches" Problem

Die Menschen haben seit Jahren in der unmittelbaren Umgebung ihres Heimatplaneten ein Problem, das sie selbst geschaffen haben: Weltraummüll, im Englischen auch Space Debris genannt.

Seit dem Start von Sputnik 1 am 4. Oktober 1957 hinterlassen die Raumfahrtnationen neben ausgedienten Satelliten und Raumsonden auch Unmengen von Abfall verschiedenster Größe im All. Dieser bleibt teilweise Jahrzehnte oder noch länger in der Umlaufbahn und gefährdet zunehmend die außerirdischen Aktivitäten des Menschen. Neben hunderten Raumflugkörpern umkreisen zusätzlich Millionen Fragmente verschiedenster Größenordnung die Erde, die allgemein als Weltraummüll bezeichnet werden. Dabei kann es sich um ausgediente Satelliten, ausgebrannte Raketenoberstufen, verlorengegangene Teile oder abgeplatzte Lack- oder Trümmerstücke handeln, die bei Explosionen von Oberstufen oder Satelliten entstanden sind. Glücklicherweise werden die meisten Fragmente nach wenigen Tagen, Wochen oder Monaten in der Erdatmosphäre vernichtet, weil die dünnen oberen Schichten sie langsam abbremsen, bis sie in Richtung Erdoberfläche stürzen.

Um Müll im All zu vermeiden, muss eine Datenbasis geschaffen werden, die ständig aktualisiert werden muss. Die heutigen bodengebundenen Teleskope und Radareinrichtungen erfassen aber nur Teile, die in niedrigen Orbits größer als fünf bis zehn Zentimeter sind. Wo sich noch kleinere Teile befinden, wird mittels mathematische Modelle ermittelt. Hier besteht weiterer Forschungsbedarf, um dire Datenbasis zu verfeinern. Inzwischen gibt es eine Reihe von Empfehlungen und Richtlinien, die verhindern sollen, dass noch mehr Müll im Weltraum entsteht. Beispielsweise gibt es inzwischen internationale Vereinbarungen, dass ausgediente geostationäre Satelliten in einen Friedhofsorbit befördert werden. Das kann jedoch nur der Anfang sein.




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