15.10.2012
FLUG REVUE

Wise "färbt" die Trojaner

Nach Messdaten des NASA-Infrarotsatelliten WISE (Wide-field Infrared Survey Explorer) konnten Wissenschaftler jetzt den sogenannten Trojanern eine Oberflächenfarbe zuschreiben.

Als Trojaner bezeichnet man Asteroiden, die einem Planeten auf gleicher Bahn vorauseilen beziehungsweise folgen. Bei den hier untersuchten Gruppen von Gesteinsbrocken handelt es sich um die Jupiter-Trojaner, die den Gasriesen in einem mittleren Abstand von 60 Grad begleiten - bislang wurden 3035 Körper in einer und 1734 in der anderen Gruppe entdeckt. Vermutlich gibt es aber noch mehrere Tausend. (588) Achilles war der erste Trojaner, der 1906 von Max Wolf entdeckt wurde, während es sich bei (624) Hektor um den größten handelt, der als unregelmäßiger Felsen immerhin eine Ausdehnung von 370 x 195 Kilometern erreicht.

Im Jahre 1960 kannte man erst 20 Trojaner. Dass heute weit mehr bekannt sind, liegt nach Ansicht von Astronomen nicht nur an der verbesserten Beobachtungstechnik, sondern wohl auch daran, dass wegen ständiger Kollisionen immer mehr Bruchstücke entstehen.

Die Trojaner haben ein sehr geringes Rückstrahlungsvermögen von einfallendem Sonnenlicht (Albedo), und bisher vermutete man, dass ihre Oberfläche schwarz bis dunkelrot gefärbt sei. Dank der WISE-Beobachtungen konnte nun die dunkelrote Färbung bestätigt werden, was wiederum eine bisherige Annahme stärkt: Die Trojaner stammen ursprünglich als sogenannte Transneptune aus dem äußeren Sonnensystem.




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