01.10.2014
FLUG REVUE

Kooperation USA-IndienZusammenarbeit bei Marsforschung und Erdbeobachtung

Bei einem Treffen in Toronto haben NASA-Administrator Charles Bolden und der Chef der indischen Raumforschungsorganisation ISRO, K. Radhakrishnan, Vereinbarungen für die künftige Zusammenarbeit unterzeichnet.

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NISAR wird mit zwei verschiedenen Radargeräten die Erdoberfläche beobachten. © NASA  

 

Die am Rande des Internationalen Astronautischen Kongresses beschlossenen Abkommen beinhalten den Start der Erderkundungsmission NASA-ISRO Synthetic Aperture Tadar (NISAR) im Jahre 2020 sowie die Schaffung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe zur Ermittlung von Kooperationsmöglichkeiten auf dem Gebiet der Marsforschung. Bolden bezeichnete die künftige Zusammenarbeit als wichtig für beide Länder und die ganze Welt. Die Mars Working Group beispielsweise soll bei jährlichen Treffen wissenschaftliche, programmatische und technologische Zielstellungen beider Seiten vergleichen und abstimmen, so dass bei künftigen Marsmissionen „das Fahrrad nicht zweimal erfunden“ werden muss. Erst kürzlich haben Raumsonden beider Länder den Roten Planeten erreicht – MAVEN von der NASA am 21. September, MOM von der ISRO am 23. September. MAVEN dient dem Studium der Veränderungen der Marsatmosphäre, aber MOM hat ebenfalls Messgerate für atmosphärische Forschungen an Bord. Solche Doppelungen sollen künftig vermieden werden.

NISAR indessen wird sich der Erforschung von Gründen und Folgen der Veränderungen auf der Erdoberfläche widmen, so z.B. Störungen im Ökosystem, der Verringerung des Eisschildes an den Polen und Naturkatastrophen. Mit Hilfe von Radargeräten zweier verschiedener Frequenzen soll sogar der Nachweis von Veränderungen von weniger als einem Zentimeter Ausdehnung möglich sein. Die NASA wird das L-Band-Radar, das Kommunikationssystem für die Übertragung wissenschaftlicher Daten, einen Festplattenrecorder und weitere Geräte zur Verfügung stellen, während die ISRO den Satellitenbus, die Startdienstleistung samt Trägerrakete sowie das S-Band-Radar beisteuert.

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flugrevue.de/Matthias Gründer


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