05.01.2015
FLUG REVUE

AirAsia Indonesia Flug QZ8501Beide Black Boxes von QZ8501 geborgen

Ein Airbus A320 der Billigfluglinie AirAsia Indonesia ist am 28. Dezember auf dem Weg nach Singapur abgestürzt. Die Bergungsmannschaften haben nun beide Black Boxes geborgen.

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Ein Airbus A320 der AirAsia ist am 28. Dezember mit 162 Insassen an Bord verunglückt. Foto und Copyright: Airbus  

 

++ Update 13. Januar 09.00 Uhr ++ Am heutigen Dienstag haben Taucher auch die zweite Black Box der abgestürzten AirAsia-Maschine geborgen. Es handelt sich dabei um den Cockpit Voice Recorder (CVR). Er lag eingeklemmt unter einem großen Wrackteil in 32 Meter Tiefe im Schlamm am Meeresgrund. Um ihn zu bergen, mussten die Taucher zunächst das Wrackteil mittels Luftkissen anheben. Die Fundstelle des CVR liegt nur 20 Meter von der Fundstelle des Flugdatenschreibers entfernt, der bereits gestern an die Meeresoberfläche geholt worden war. Flugdatenschreiber und Cockpit Voice Recorder werden nun nach Jakarta gebracht, wo sie ausgewertet werden.

++ Update 12. Januar 10.00 Uhr ++ Die indonesischen Bergungsteams haben am Montag die erste von zwei Black Boxes aus einer Tiefe von 32 Metern geborgen, die den Unfallermittlern entscheidende Hinweise darauf geben können, was zum Absturz des Airbus A320 der AirAisa Indonesia geführt hat. Bei dem geborgenen Gerät handelt es sich um den Flugdatenschreiber. Die Signale der zweiten Black Box, des Cockpit Voice Recorders,  wurden ebenfalls lokalisiert. Allerdings vermuten die Suchmannschaften das Gerät unter einem großen Wrackteil, das zunächst gehoben werden muss. In diesem Wrackteil werden noch eine große Zahl von Leichen vermutet. Bis gestern wurden 48 Opfer des Absturzes geborgen. An der Bergungsaktion im der Javasee sind derzeit noch 34 Schiffe und 15 Flugzeuge beteiligt.

++ Update 9. Januar 10.42 Uhr ++ Der indonesische Armeechef gab gestern auf einer Pressekonferenz bekannt, dass die Bergungsmannschaften das akustische Signal einer Black Box aufgefangen haben. Ob es sich dabei um ein Signal des Cockpit Voice Recorders oder des Flugdatenschreibers handelt, wurde nicht gesagt. Die Herkunft des Signals wurde auf eine Stelle nur rund 300 Meter vom Fundort des Flugzeughecks eingegrenzt. Der Meeresboden ist dort sehr schlammig. Nun werden Taucher eingesetzt, um die Signalquelle zu bergen. Indonesian SAR gab gestern ebenfalls bekannt, dass der Such- und Rettungsdienst bislang 44 Opfer entdeckt und geborgen hat.

++ Update 7. Januar 10.21 Uhr ++ Am 7. Januar bestätigte Bambong Soelistyo, der Leiter des  indonesischen Search-and-Rescue-Services (Indonesian SAR), dass ein Tauchroboter das Heckteil des abgestürzten Airbus A320 identifiziert hat. Auf einem Foto des Tauchroboters sind die Buchstaben AX zu erkennen, die zum Kennzeichen der abgestürzten A320 gehören. Die Bergungsmannschaften hoffen, in dem Heck sowohl den Cockpit Voice Recorder als auch den Flugdatenschreiber zu finden. Allerdings haben die eingesetzten Horchgeräte in der Umgebung des Flugzeughecks keine akustischen Signale der Black Boxes auffangen können. Auf einer Pressekonferenz gab Indonesian SAR bekannt, dass inzwischen 40 Leichen entdeckt und geborgen worden sind, 16 von ihnen seien identifziert worden. Das Suchgebiet wurde aufgrund der vorherrschenden Meeresströmung und Windrichtung weiter nach Osten ausgedehnt, um eventuell abgetriebene Wrackteile zu finden und zu bergen.

Am 28. Dezember 2014 verschwand ein Airbus A320-200 der AirAsia Indonesia um 6.16 Uhr Ortszeit von den Radarschirmen der Flugsicherung. Gleichzeitig verlor die Flugsicherung den Funkkontakt zu dem mit 155 Passagieren und sieben Besatzungsmitgliedern besetzten Flugzeug, das unter der Flugnummer QZ8501 von Surabaya in Indonesien nach Singapur unterwegs war. Wenige Minuten vorher hatte der Kapitän bei der Flugsicherung um eine Freigabe  (von Flugfläche 320) auf eine höhere Flughöhe (Flugfläche 380) gebeten, da schwere Gewitter auf dem Kurs des Flugzeugs sichtbar waren. Außerdem wollte er vom Airway M365 abweichen, um das schlechte Wetter zu umfliegen. Die Flugsicherung lehnte dies zunächst ab, da sich dort bereits andere Flugzeuge befanden. Wenige Minuten später wollte der Radarlotse Flug QZ8501 die Freigabe auf FL340 erteilen, doch er erhielt keine Antwort mehr.

Das Flugzeug mit dem Kennzeichen PK-AXC wurde 2008 gebaut und trug die Werknummer MSN3648. Es wurde im Oktober 2008 als fabrikneues Exemplar an AirAsia übergeben. Angetrieben von zwei CFM56-5B-Turbofans hatte es rund 23.000 Flugstunden bei 13.600 Flügen absolviert.

In Übereinstimmung mit internationalen Verfahren wurde um 07.08 Uhr Lokalzeit die Ungewissheitsstufe INCERFA ausgelöst, um 07.55 Uhr die Notfallstufe DETRESFA. Damit wurde eine internationale Suchaktion eingeleitet. Am 30. Dezember wurden die Suchmannschaften fündig und entdeckten rund zehn Kilometer von der letzten bekannten Radarposition des Flugzeugs entfernt Wrackteile, die zu dem abgestürzten Flugzeug passen könnten. Wenig später entdeckten die Retter auch erste Leichen. Die Bergung der Opfer und der Wrackteile wurde durch schlechtes Wetter mit hohem Wellengang und starkem Wind erschwert. Das Seegebiet, in dem die Wrackteile entdeckt wurden, liegt rund 160 Kilometer südwestlich von Pangkalan Bun.

AirAsia Indonesia Flug QZ8501 Wrackteil AX Foto Indonesian SAR

Auf dem Foto des Tauchroboters sind die beiden Buchstaben des Kennzeichens AX am Heck der abgestürzten A320 deutlich zu erkennen. Foto und Copyright: Indonesian SAR  

 

Noch am selben Tag entdeckten die Crews des indonesischen Such- und Rettungsdienstes ein Schatten auf dem Meeresgrund, bei dem es sich um ein großes Wrackteil des abgestürzten A320 handeln könnte. Da das Meer an dieser Stelle nur 25 bis 30 Meter tief ist, wurden Taucher zur Identifikation der Teile in Marsch gesetzt.

Ein mit Seitensichtsonar ausgerüstetes Schiff entdeckte weitere Wrackteile des Flugzeugs, das größte ist 18 Meter lang und 5.4 Meter breit. Die Flugdatenschreiber sowie die Cockpit Voice Recorder von Flug QZ8501 sind bislang noch nicht lokalisiert. Taucher, die zu den Wrackteilen abstiegen, mussten am 4. Januar ihren Einsatz wegen starker Strömung und schlechter Sicht abbrechen.

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V. K. Thomalla


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