17.04.2015
FLUG REVUE

Letzte 50 Bestellungen mit anderem AntriebA380: Emirates steigt auf Rolls-Royce-Triebwerke um

A380-Großkunde Emirates hat am Freitag den Triebwerkslieferanten für die letzten 50 von 140 bestellten A380 bekannt gegeben. Statt der Engine Alliance kommt überraschend Rolls-Royce zum Zug.

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Emirates steigt bei ihren letzten 50, schon bestellten, Airbus A380 auf Triebwerke von Rolls Royce um. Foto und Copyright: Emirates  

 

Rolls-Royce habe damit den größten Auftrag seiner Geschichte, im Wert von 9,2 Mrd. Dollar (8,7 Mrd. Euro) gewonnen, teilte der britische Hersteller am Freitag mit. Man werde Trent-900-Triebwerke für 50 bereits durch Emirates bestellte A380 liefern und Service-Dienstleistungen im Rahmen eines TotalCare-Vertrages erbringen. Die Flugzeuge würden ab 2016 in Dienst gestellt.

Mit dem jüngsten Auftrag habe das Triebwerk Trent 900 an der A380 einen Anteil von über 50 Prozent der zahlenmäßigen Bestellungen erobert. Mehr als die Hälfte der Kunden hätten sich schon zuvor für die britische Triebwerksoption entschieden.

John Rishton, Rolls-Royce-Vorstandschef, sagte: “Rolls-Royce ist stolz, Emirates schon seit 1996 als Kunden unserer Triebwerke zu haben. Wir freuen uns über das neuerliche Vertrauen in unsere Technologie, das uns jetzt den größten Auftrag unserer Geschichte beschert hat."

Emirates-Chef Tim Clark sagte: "Rolls-Royce ist ein Schlüsselpartner für Emirates. Die Leistungen und die ständige Verbesserung des Trent 900 waren entscheidend für unsere Auswahl. Die heutige Bekanntgabe festigt unsere Partnerschaft mit Rolls-Royce und hat große wirtschaftliche Auswirkungen auf den Luftfahrtstandort Großbritannien und Europa."

Die jüngste Annäherung zwischen Emirates und Rolls-Royce ist auch für die von Emirates geforderte "A380neo" bedeutend, denn deren Triebwerke könnten, im Fall eines bisher noch nicht erfolgten Programmstarts, ebenfalls von Rolls-Royce geliefert werden. Emirates will möglichst Rolls-Royce-Triebwerke der Generation A350 oder A330neo auch an der "A380neo" installieren und damit zweistellige Einsparungen beim Kraftstoffverbrauch des Vierstrahlers erzielen. Gleichzeitig sollen damit ausgestattete Flugzeuge schon möglichst schnell, nämlich Anfang des nächsten Jahrzehnts, für Emirates lieferbar sein, so die aktuelle Forderung der stark expandierenden Airline.



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