10.07.2009
FLUG REVUE

Air France 447 - Suche nach Peilsendern der Datenschreiber beendetAbsturz von AF447 im Südtatlantik: Suche nach Datenschreibern beendet

Die französische Marine hat die Suche nach den Signalen der Peilsender des Datenschreibers und des Stimmenrekorders des abgestürzten Airbus A330 von Air France eingestellt. Nun soll der Meeresgrund mit Tauchrobotern abgesucht werden.

Weil die Batterien der Peilsender des am 1. Juni abgestürzten Airbus nur vier Wochen lang senden, ist die Suche nach deren Signalen heute beendet worden. Das Flugzeug war aus bisher unbekannten Gründen beim Durchfliegen einer tropischen Gewitterfront über dem Südatlantik abgestürzt.

Die sogenannten Underwater Locator Beacons (ULB) senden auf 37,5 kHz einmal pro Sekunde ein Geräusch, dass sich am Hydrophon wie ein Knacken anhört. Die Reichweite der ULB liegt unter Wasser bei etwa zwei Kilometern. Man hatte unter anderem versucht, sie mit geschleppten Unterwasser-Empfangsgeräten (Towed Pinger Locators) aufzuspüren. Diese hängen an bis zu sechs Kilometer langen Schleppkabeln.

An der Suche hatte sich, neben Überwasserschiffen aus Frankreich, Brasilien, den USA, Großbritannien und den Niederlanden, auch das französische Atom-U-Boot "Emeraude" beteiligt.

Die Trümmer des verunglückten Flugzeugs liegen laut Angaben der französischen Unfalluntersuchungsbehörde BEA auf dem Meeresgrund in einer Tiefe zwischen 864 und 4608 Metern, ohne dass bisher ein genauer Absturzort habe lokalisiert werden können. Die Trümmersuche soll nun noch mindestens vier Wochen fortgesetzt werden, wobei Tauchroboter den Meeresboden absuchen sollen. Weitere Trümmerfunde wären hier allerdings vermutlich eher ein Zufallstreffer.

Die bisher geborgenen Trümmer sollen auf einem Gelände der französischen Streitkräfte in Toulouse gesammelt und ausgewertet werden. An der Untersuchung sind neben der französischen BEA unter anderem die britische Untersuchungsbehörde AAIB, die US Navy und der Flugzeughersteller Airbus beteiligt. Nach einer Auswertung der Trümmer scheint sicher, dass das Flugzeug nicht bereits in der Luft zerbrochen war. Es scheint weitgehend intakt auf der Wasseroberfläche aufgeschlagen zu sein.



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