05.07.2012
FLUG REVUE

AF447-Absturz: BEA veröffentlicht AbschlussberichtAF447: Abschlussbericht vorgelegt

Die französische Unfalluntersuchungsbehörde BEA hat ihren Abschlussbericht zum Air France-Absturz im Südatlantik vorgelegt. Am 1. Juni 2009 war ein Airbus A330-203 in einem Tropengewitter nach dem Vereisen einer Geschwindigkeitssonde abgestürzt. Alle 228 Insassen waren ums Leben gekommen.

Die Untersuchungsbehörde kam zu dem Ergebnis, dass die Piloten nach dem Vereisen einer Geschwindigkeitssonde im Reiseflug und darauf folgenden fehlerhaften Anzeigen und einer Abschaltung verschiedener Schutzmechanismen nicht erkannten, dass ihr Flugzeug viel zu langsam flog und in einen Strömungsabriß geriet. In diesem Zustand blieb das Flugzeug bis zum Aufschlag auf der Meeresoberfläche. 

Die BEA erließ 41 Sicherheitsempfehlungen an die Zulassungsbehörden, die sich größtenteils auf das verbesserte Pilotentraining in abnormalen Flugzuständen und bei Ausfall von einzelnen Schutzmechanismen (Laws) beziehen, aber auch auf verbesserte Aufzeichnungsgeräte für Flugdaten mit Peilsendern für die Unterwasserbergung und mit der Möglichkeit, routinemäßig Daten im Flug zu senden. Außerdem schlägt die BEA vor, Such- und Bergeverfahren nach Abstürzen zu verbessern.

Seit dem Unglück wurde das Pilotentraining bereits mit zusätzlichen Übungen verändert und die vereiste Pitotsonden-Bauart wird nicht mehr an der A330 genutzt.

Mehr zum Thema:
www.flugrevue.de/Sebastian Steinke



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