02.10.2014
FLUG REVUE

Projekt für nachhaltigen FlugverkehrAir Baltic schließt AMBER ab

Die lettische Fluggesellschaft Air Baltic hat das mit ihren Partnern AirbusProSky und Latvijas Gaisa Satiksme ins Leben gerufene AMBER-Projekt (Arrival Modernization for Better Efficiency in Riga). Kürzere Anflugrouten sollen für Einsparungen sorgen.

Air Baltic Bombardier Q400 am Boden Foto Air Baltic

Bombardier Q400 NextGen der Air Baltic. Foto und Copyright: Air Baltic  

 

Das 2013 vorgestellte AMBER-Projekt (Arrival Modernization for Better Efficiency in Riga) legte den Grundstein für neue Ankunftsabwicklungen am Flughafen von Riga. Die Flugstrecken wurden verkürzt und die Routen zugunsten der Lärmreduktion im Umkreis von Wohngebieten angepasst. Gleichzeitig ließen sich so Kraftstoffverbrauch und Emissionen senken. Das Projekt leitete einen Satelliten-basierten Ansatz für Abwicklungen auf dem Flughafen Riga für Air Baltics Bombardier Q400 Next Gen Turboprop-Flotte ein und unterstütze damit ein umweltfreundlicheres Fliegen.

Das Hauptziel des AMBER-Projekts bestand darin, neue Prozesse bei Landungen auf dem Flughafen Riga einzuführen, um CO2-Emissionen und Lärm auf dem Gelände sowie in der Umgebung zu reduzieren. Besonders betroffen war die nordwestlich des Flughafens liegende Tourismusregion Jurmala an Lettlands Küste. Die neue Flugroute ist zur Landebahn hin im Vergleich zur bisherigen Route um bis zu 30 Seemeilen kürzer und ermöglicht damit laut Air Baltic eine CO2-Reduktion von bis zu 300 Kilogramm bei jedem Q400-Flug. Ist dieses Konzept zum umweltfreundlicheren Fliegen erst einmal in vollem Umfang ausgebaut, will Air Baltic damit seine CO2-Emissionen um bis zu 5000000 Kilogramm jährlich reduzieren.

„Die neu eingeführten Prozesse und Flugrouten, die mit unseren Bombardier Q400 Next Gen Turboprop-Maschinen geflogen werden, können auch von jeder anderen Fluglinie, die nach Riga fliegt und über die jeweiligen Flugzeugausstattung verfügt, genutzt werden. Auch unsere neuen Bombardier CSeries-Jets, die ab 2015 an den Start gehen werden, passen in dieses Konzept. Sie bieten eine ganze Reihe von Vorteilen bei Flugabwicklungen ab Riga und sind darüber hinaus äußerst energieeffizient“, erklärt Kapitän Pauls Calitis, Vice President Flight Operations bei Air Baltic. Für das AMBER-Projekt kooperierte Air Baltic mit einer Tochterfirma von Airbus ProSky, die auf moderne Flugbetriebslösungen spezialisiert ist, sowie mit Lettlands Flug-Navigationsanbieter LGS. Projekt-Sponsor war SESAR, das Forschungsprogramm des Flugverkehrsmanagement von Singe European Sky.

flugrevue.de/Patrick Hoeveler


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