09.01.2013
aero.de

Air Berlin auf Diät: Deutlich weniger Passagiere

Die Kürzungen in Flugplan und Flotte blieben 2012 nicht ohne Folgen für die Passagierzahlen bei Deutschlands zweitgrößter Fluggesellschaft airberlin.

Sie gingen gegenüber dem Vorjahr um 5,5 Prozent auf 33,35 Millionen zurück, wie airberlin am Dienstag mitteilte. Das Flugangebot sei im vergangenen Jahr "durch die Streichung unrentabler Strecken und optimierte Frequenzanpassungen" um 7,4 reduziert worden, erklärte airberlin.

Die durchschnittliche Auslastung der airberlin-Flüge verbesserte sich im Jahresvergleich um 1,6 Prozentpunkte auf 79,8 Prozent. Etihad Airways, die airberlin seit einem Jahr als potenter Anteilseigner stützt, hatte bereits in der vergangenen Woche einen Ausblick auf die Verkehrszahlen ihrer Deutschland-Beteiligung gegeben.

Besonders im Winterflugplan sind die Kürzungen bei airberlin deutlich zu spüren. Um gleich 12,1 Prozent stutzte die Airline im Dezember die Zahl der angebotenen Sitze zusammen und beförderte 8,5 Prozent weniger Fluggäste. Dafür erreichte airberlin eine vergleichsweise gute Dezemberauslastung von 77,8 Prozent.

Der in dieser Woche abgelöste airberlin-Chef Hartmut Mehdorn leitete in den 15 Monaten seiner Amtszeit einen harten Sanierungskurs ein. Mehdorn dünnte 2012 das Streckennetz aus und verkleinerte die Flotte von 170 auf 158 Flugzeuge, um Kosten zu senken. Als Folge der Maßnahmen zeigten die Passagierzahlen schon das gesamte Jahr über nach unten.

Jetzt soll Wolfgang Prock-Schauer an Mehdorns Sparkurs anknüpfen und airberlin endlich aus der Verlustzone führen. Am Tag der Amtsübernahme erreichte Prock-Schauer aber gleich die erste Hiobsbotschaft - der für airberlin enorm wichtige neue Berliner Großflughafen wird nicht wie gehofft im Oktober öffnen. Ein neuer Termin für die Inbetriebnahme des BER ist noch nicht absehbar.

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aero.de / Dennis Dahlenburg


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