15.01.2010
FLUG REVUE

Air Berlin LPCAir Berlin: Flughafen BBI wird Drehkreuz - Neue Strecke Hamburg - Frankfurt lief gut an

Für Air Berlin ist der neue Hauptstadtflughafen in Berlin als ein künftiges Drehkreuz gesetzt. "Das ist eine deutliche Aufwertung von Berlin", sagte Air-Berlin-Vorstandsmitglied Christoph Debus bei einer Veranstaltung des Luftfahrt-Presse-Clubs in Hamburg.

Im neuen Jahr sieht sich die Airline auf gutem Weg. Das Geschäftsmodell mit den drei Säulen Reiseveranstalter, Privatreisende und Geschäftsreisende bewähre sich in der Krise. Als Erfolgszeichen wertet Debus die gestiegene Zahl der Firmenverträge. Diese sei von 800 im Jahr 2008 auf 1200 in 2009 angewachsen.

Die neue Verbindung zwischen Hamburg und Frankfurt sei sei gut angelaufen, sagte Debus. Air Berlin habe nach Erhalt der Slots im Oktober innerhalb weniger Tage die Strecke ins Programm genommen. Als einen "Frontalangriff" auf die Lufthansa sieht Debus dies nicht. Dass die neue Strecke jetzt in den Flugplan von Air Berlin kam, liegt nach Einschätzung von Debus vor allem an den freien Slots in Frankfurt durch die Krise. Spätestens mit der vierten Bahn in Frankfürt wäre die Verbindung ohnehin gekommen.

Ein Schwerpunkt soll in diesem Jahr die Optimierung des innereuropäischen Streckennetzes sein. Hierbei geht es nach Angaben von Debus zum Beispiel darum, morgens direkt von Deutschland auf das spanische Festland zu fliegen und dann den Umlauf zum Drehkreuz Palma de Mallorca (PMI) zu führen. So könnten zu den Tagesrandzeiten attraktive Verbindungen für Geschäftsreisende zusätzlich angeboten werden. Palma de Mallorca bleibe einer der wichtigsten Knotenpunkte im Air Berlin Streckennetz.

Bei der Flotte setzt das Unternehmen auf den Kurz- und Mittelstrecken auf einen Mix aus Airbus A320 und Boeing 737NG. Dazu kommen die Q400 Turboprops von Bombardier.

Zu Details der Gespräche mit Boeing zur Verspätung der 787 wollte sich Debus nicht äußern. "Es freut uns, dass der Erstflug geklappt hat", sagte er. Dennoch sei der Zeitplan sehr verspätet. Derzeit betreibt das Unternehmen 13 Airbus A330-200 und A330-300 auf seinen Langstreckenverbindungen. Interkontinentalverbindungen bleiben für Air Berlin nach Einschätzung von Debus eine kommerzielle Herausforderung. Die Anlaufkosten und Risiken seien weitaus höher als bei Kurz- und Mittelstrecken.



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