04.09.2014
FLUG REVUE

Neue Basis auch in Deutschland?Air France-KLM will mit Transavia expandieren

Am Donnerstag berät die Air France-KLM-Gruppe über die Ausweitung ihres Mittelstreckenverkehrs in Kontinentaleuropa. Dabei soll die niederländische Unternehmenstochter Transavia eine Schlüsselrolle spielen.

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Im Europaverkehr werden der Air France-KLM-Gruppe große Expansionspläne mit ihrer Niedrigpreistochter Transavia nachgesagt. Das Foto zeigt eine Boeing 777 von Air France am Flughafen CDG in Paris. Foto und Copyright: Air France  

 

Die französische Wirtschaftszeitung "La Tribune" meldete, bei der Verwaltungsratssitzung am Donnerstag gehe es um die Schaffung von "Transavia Europe". Diese paneuropäische Niedrigpreisfluggesellschaft solle in unterschiedlichen europäischen Staaten neue Stützpunkte mit örtlichem Personal aufbauen. Porto, Lissabon und ein ungenannter deutscher Flughafen seien bereits die ersten vorgesehenen Basen des Unternehmens. Dessen Betriebsbeginn sei für Sommer 2015 geplant. Insgesamt wolle man, analog zu Ryanair und easyJet, 15 "Basen" errichten. Auch Brüssel und Madrid stünden bereits auf der Planungsliste. Air France-KLM hat die behaupteten Pläne bisher nicht bestätigt. Transavia hat bisher 30 Flugzeuge. Der Konzern AF-KLM soll die Flotte von Transavia Europa auf bis zu 120 Flugzeuge erweitern wollen.

Streit droht von Seiten der Pilotengewerkschaften in Frankreich, denen 2007 bei der Restrukturierung eine Maximalgröße von Transavia France von nur 14 Flugzeugen versprochen worden war. Andererseits gibt es Erwägungen, Piloten der Mutter Air France zur neuen Tochter zu verlagern. Die Gewerkschaften befürchten durch die neue Europatochter Auswirkungen auf die Märkte in Frankreich und den Niederlanden und drohen für September bereits mit Streiks. Bis dann will die AF-KLM-Gruppe ihren neuen Strategieplan bis zum Jahr 2020 vorgestellt haben.

Auch Lufthansa erwägt derzeit unter dem Arbeitstitel "Wings" die Gründung einer auswärtigen Fluggesellschaft mit bis zu 50 Prozent günstigeren Kosten als bei der deutschen Mutter. Das neue Unternehmen wird möglicherweise in der Schweiz angesiedelt. Die Ausgliederungsstrategie soll auch eines der aktuellen Verhandlungsthemen der Unternehmensführung mit der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit sein.



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