10.02.2016
FLUG REVUE

Vernetzte WartungsdokumentationAir New Zealand führt Electronic Logbook ein

Als eine der weltweit ersten Fluggesellschaften nutzt Air New Zealand an Bord ihrer sechs Boeing 787-9 das "Electronic Logbook" von Boeing. Diese Erweiterung des "Electronic Flight Bag" verzeichnet alle Details zum technischen Zustand eines Flugzeugs und vernetzt diese mit der Wartungsabteilung.

Electronic Logbook Boeing 787-9

Der Bildschirm des Electronic Flight Bag im Cockpit der Boeing 787-9 wird bei Air New Zealand nun auch als elektronisches Wartungs-Logbuch genutzt. Foto und Copyright: Boeing  

 

Air New Zealand habe ihr Electronic Logbook (ELB) innerhalb ihrer 787-9-Flotte voll in den Electronic Flight Bag integriert, so dass die Airline im Cockpit auf Papier-Logbücher verzichten könne, teilte Boeing mit. Zudem stiegen die Effizienz und die Zuverlässigkeit. 

"Neue digitale Technologien, wie ELB, ermöglichen einen datenbasierten, voraus schauenden Wartungsprozess", sagte Flugkapitän David Morgan, Chief Flight Operations und Safety Officer bei Air New Zealand. "Mit diesen neuen Fähigkeiten können wir Wartungsprobleme im Vorhinein angehen und schneller lösen. Damit steigt die Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit, was unseren Kunden entgegenkommt." Air New Zealand gehört zu den ersten Airlines, die eine Betriebszulassung für den Einsatz des Electronic Logbook an Bord ihrer Dreamliner erhalten haben. Sechs 787-9 stehen bei ANZ bereits im Einsatz, weitere sechs sind bestellt.

Das Electronic Logbook läuft auf dem Bordserver des Electronic Flight Bag und enthält protokollierte Fehler, welche die Besatzung eingibt, und Flugzeug- und Flugverlaufsdaten. Diese können schon im Flug an den Boden gesendet werden, so dass beim Eintreffen am Gate bereits die eventuell benötigten Ersatzteile und Techniker bereit stehen. Die Luftfahrtbehörde Neuseelands hatte in Zusammenarbeit mit Air New Zealand den Betrieb der neuen Software im Einsatz geprüft und freigegeben.

www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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