18.10.2012
aero.de

airberlin schließt Cockpittüren für externe Pilotenairberlin: Einstellungsstopp für externe Piloten

Die Fluggesellschaft airberlin wird 2013 keine Piloten ausstellen, die nicht im Rahmen des eigenen Ausbildungsprogramms trainiert worden sind.

Nach der Lufthansa wird auch Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft airberlin ihren Sparkurs verschärfen: im Zuge des neu aufgelegten, zusätzlichen Sparprogramms "Turbine 2013" gibt es im nächsten Jahr keine Arbeitsverträge für externe Piloten. Dies erfuhr aero.de am Donnerstag aus Unternehmenskreisen. Eine Einstellungsliste, in der externe Piloten zum Teil seit 18 Monaten auf einen Vertrag bei airberlin warten, könnte zeitgleich annulliert werden. Die Airline würde im nächsten Jahr dann allenfalls noch selbst ausgebildete Flugschüler in ihr Pilotencorps übernehmen.
Das Sparpaket "Turbine 2013" soll nach Angaben von airberlin mit "zeitlich befristeten" Maßnahmen für finanzielle Entlastung sorgen. Zeitgleich setzt die Fluglinie ihren Sanierungskurs im Programm "Shape and Size" fort, welches das Ergebnis schon im laufenden Jahr um 230 Millionen Euro verbessern soll.
Als Teil von "Shape and Size" lässt airberlin-Chef Hartmut Mehdorn die Flotte von 170 auf 152 Flugzeuge verkleinern und nimmt unrentable Strecken vollständig aus dem Programm. Entsprechend dürfte sich der Bedarf an Piloten bei Deutschlands zweitgrößter Fluggesellschaft für das kommende Jahr verringert haben.
Auch Konkurrent Lufthansa tritt derzeit bei seiner Personalplanung fürs Cockpit auf die Bremse und will im nächsten Jahr keine neuen Ausbildungslehrgänge an seiner unternehmenseigenen Flugschule starten. Die Auswahlverfahren für Kurse, die in den Jahren 2014 und 2015 beginnen, laufen aber weiter - ohne Piloten kann schließlich keine Airline am nächsten Aufschwung teilhaben.

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aero.de / Dennis Dahlenburg


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