07.05.2014
FLUG REVUE

Flughafen mit neuem Anflugverfahrenairberlin: Erster GBAS-Präzisionsanflug in Malaga

airberlin hat am Montag den ersten GBAS-Präzisionsanflug in Malaga durchgeführt. Das neue Verfahren kombiniert die Vorzüge eines satellitengestützten Anflugs mit Referenzsignalen vom Boden, die extreme Genauigkeit und gebogene Anflugkurse ermöglichen.

airberlin Boeing 737-800

Eine Boeing 737 von airberlin (Archivbild) hat den ersten GBAS-Präzisionsanflug auf Malaga durchgeführt. Foto und Copyright: airberlin  

 

Die spanische Aena Group habe gemeinsam mit airberlin am 5. Mai 2014 das Präzisionsanflugverfahren GBAS (Ground Based Augmentation System) am zweiten europäischen Airport in Malaga in Betrieb genommen, teilte airberlin mit. Um 16:30 Uhr sei Flug AB7988 aus Palma de Mallorca kommend erstmals mit dem satellitengestützten Anflugverfahren auf dem größten Flughafen in Andalusien gelandet. Bereits seit 2008 arbeite airberlin mit dem Air Navigation Provider der spanischen Aena Group zusammen. Die Fluggesellschaft habe den Flughafen Malaga bei dem GBAS-Projekt mit ihrer flugbetrieblichen Expertise und der Funküberwachung des GBAS-Signals im regulären Linienbetrieb unterstützt.

Das neue satellitengestützte Anflugverfahren GBAS ist deutlich präziser als das klassische Instrumentenlandesystem (ILS), da es sowohl die Daten von Satelliten, als auch per Funk übermittelte Referenzwerte einer Bodenstation nutzt. Dadurch kann jederzeit die Zuverlässigkeit der akutellen GPS-Signale überprüft werden. Ein weiterer Vorteil von GBAS-Anflügen ist die variable Anflugarchitektur, die Lärmemissionen am Boden reduzieren kann und eine Nutzung in bergigen Gebieten ermöglicht, bei denen ein ILS-Anflug bisher nicht möglich war.

Michail Tounas, Fleet Manager Boeing bei airberlin, sagte: "Wir freuen uns sehr, dass wir die Erstlandung mit dem GBAS-System in Malaga durchführen konnten. Bereits  2012 haben wir in Bremen mit dem ersten GBAS-Präzisionsanflugverfahren in Europa gezeigt, dass wir Vorreiter bei der Nutzung moderner Navigationsverfahren sind. Seit wenigen Monaten nutzen wir beispielsweise in Innsbruck das erste Hybrid-Anflugverfahren in Europa, das das konventionelle Localizer-Instrumentenlandesystem mit dem satellitengestützten Präzisionsverfahren RNP (Required Navigation Performance) kombiniert."

Bereits seit 2008 arbeitet die Deutsche Flugsicherung (DFS) mit airberlin an der Weiterentwicklung des GBAS-Systems. Im November 2009 erhielt airberlin als erste Fluggesellschaft weltweit die Genehmigung für GBAS-Anflüge bis zu einer Sichtweite von nur 550 Metern für ihre Boeing 737NG-Flotte.

airberlin fliegt weltweit zu 147 Destinationen. Die zweitgrößte Fluggesellschaft Deutschlands beförderte im Jahr 2013 mehr als 31,5 Millionen Fluggäste. Durch die strategische Partnerschaft mit Etihad Airways, die zu 29,21 Prozent an airberlin beteiligt ist, und die Mitgliedschaft in der Luftfahrtallianz oneworld verfügt airberlin über ein globales Streckennetz. Die Flotte hat ein Durchschnittsalter von fünf Jahren und gehört zu den jüngsten und ökoeffizientesten in Europa.



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