05.08.2013
aero.de

airberlin: Kein Verkauf der Technik an Etihad Airways

airberlin hat Spekulationen über einen Verkauf ihrer MRO-Tochter airberlin Technik an Etihad Airways ein Ende bereitet.

"Es gibt weder Pläne für eine Veräußerung der airberlin Technik noch Gespräche darüber mit Etihad Airways", sagte Unternehmenssprecher Mathias Radowski aero.de. Entsprechende Gerüchte seien "absolut falsch". Der Großaktionär aus Abu Dhabi hatte erst im Dezember einen wertvollen Aktivposten von airberlin erworben.

Für 184,4 Millionen Euro übernahm Etihad vor neun Monaten die Mehrheit am airberlin-Meilenprogramm Topbonus. Die Transaktion hellte die Bilanzen der Berliner deutlich auf - nach fünf Verlustjahren in Folge konnte airberlin das Geschäftsjahr 2012 erstmals wieder mit einem Gewinn abschließen.

Ein Verkauf der Technik würde airberlin vermutlich mehrere hundert Millionen Euro in die Kassen spülen, heißt es in Luftfahrtkreisen. Die letzte für die airberlin Technik GmbH im Bundesanzeiger veröffentlichte Gewinn- und Verlustrechnung weist für das Geschäftsjahr 2011 Umsätze von knapp 170 Millionen Euro und einen abgeführten Gewinn von 5,8 Millionen Euro aus.

Neben der airberlin-Flotte betreuen die 1.800 Mitarbeiter der airberlin Technik auch Flugzeuge von 60 Drittkunden. An 15 Flughäfen unterhält airberlin Technik eigene Einrichtungen für die Line Maintenance, in Düsseldorf und München auch für die Base Maintenance. Am neuen airberlin-Hub BER errichtete airberlin Technik ebenfalls eine große Wartungshalle.

Etihad will mit gemeisam genutzter Infrastruktur bei der Flugzeugwartung in den nächsten Jahren Kosten senken. Für ihre künftigen Boeing 787-Flotten einigten sich Etihad und airberlin im vergangenen Jahr bereits auf eine gemeinsam organisierte Wartung und Teileversorgung.

Etihad Airways hat inzwischen rund 500 Millionen Euro in airberlin gesteckt, an der sie zu knapp 30 Prozent beteiligt ist. Die Spekulationen um eine erneute Kapitalspritze aus Abu Dhabi brandeten auf, weil airberlin Geld für einen möglichen Zukauf benötigen könnte: die Berliner sollen an der zur Privatisierung ausgeschriebenen LOT Polish Airlines interessiert sein.

aero.de / Dennis Dahlenburg


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