11.06.2013
aero.de

airberlin soll Beteiligung an LOT erwägen

100 Millionen Euro fehlten LOT Polish Airlines am Jahresanfang, um kurzfristige Verbindlichkeiten zu bedienen und den Flugbetrieb zu sichern. Der polnische Staat - ihm gehören noch immer zwei Drittel der Fluggesellschaft - sprang mit einem Notkredit ein.

Boeing 787 Dreamliner LOT Polish Airlines

Boeing 787 LOT Polish Airlines. Foto und Copyright: Boeing  

 

Nur unter strengen Auflagen genehmigte die EU Mitte Mai die staatliche Finanzspritze. Warschau treibt jetzt die Privatisierung der LOT voran - offenbar gibt es viele Interessenten für den polnischen Patienten.

Das Wirtschaftsblatt "Puls Biznesu" will erfahren haben, dass neben British Airways und Singapore Airlines auch airberlin für die Star Alliance-Airline LOT bieten will. Letztere wäre bei derzeit selbst angespannter Kassenlage hierfür wohl auf finanzielle Hilfestellung ihres eigenen Großaktionärs Etihad angewiesen.

"Wir kommentieren keine Marktgerüchte", sagte airberlin-Sprecher Mathias Radowski am Dienstag aero.de.

LOT hat auf ihrem Heimatmarkt seit Jahren mit der wachsenden Präsenz von Billigfliegern zu kämpfen. Die Airline sucht einen Ausweg aus der finanziellen Misere - seit 2008 schreibt man bei LOT durchgehend Verluste, zuletzt 28 Millionen Euro - über die Langstrecke und rüstet mit neuen Boeing 787-Jets die Interkontflotte auf.


Drastischer Sparkurs

Polen muss der EU noch in diesem Monat einen detailierten Sanierungsplan für LOT vorlegen. In den nächsten Jahren dürfte LOT nach Medieninformationen ihre Flotte auf 25 Flugzeuge verkleinern und 700 Mitarbeiter abbauen.

Der Staat will sich zeitgleich weitgehend zurückziehen - im Mai hob das Parlament mit großer Mehrheit die Beteiligungsobergrenzen für ausländische Investoren von 49 Prozent auf.

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aero.de / Dennis Dahlenburg


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