28.11.2012
aero.de

airberlin: Weitere Reduzierung der Flotte möglich

airberlin denkt beim ergänzenden Sparprogramm "Turbine 2013" auch über eine weitere Verkleinerung ihrer Flotte nach.

"Im Zuge dieses Turnaround-Programms ist eine weitere Reduzierung der Flotte möglich", sagte ein Sprecher der Fluggesellschaft gegenüber aero.de. Die "Air Transport World" berichtet nach einem Gespräch mit airberlin-Vorstand Paul Gregorowitsch über eine mögliche Verkleinerung der aktiven Flotte auf nur noch 135 Flugzeuge.

Auf diese Zahl wollte sich airberlin nicht festlegen. "Da die konkreten Maßnahmen von Turbine 2013 derzeit noch nicht feststehen, lässt sich die genaue Flottengröße für den Sommer 2013 zum jetzigen Zeitpunkt nicht genau bestimmen", sagte der Sprecher. Mit dem Programm "Turbine 2013" überprüfe airberlin aber "wesentliche Annahmen des bisherigen Geschäftsmodells".

Im Zuge ihres primären Spar- und Effizienzprogramms "Shape & Size" hat airberlin ihre Flotte in den letzten zwölf Monaten bereits von 170 auf 158 Flugzeuge verkleinert.

Zwar gelang Vorstandschef Hartmut Mehdorn im Sommerquartal ein etwas höherer Nettogewinn von 101 Millionen Euro. Dies reichte aber nicht, um die Verluste des ersten Halbjahres von 169 Millionen Euro auszugleichen. Die Nettoverschuldung Deutschlands zweitgrößter Airline kletterte bis Ende September auf 853 Millionen Euro.

Mit "Turbine 2013" will sich der Vorstand gegen die operativen Verluste stemmen, gibt bislang aber nur wenig konkrete Einzelheiten zum neuen Anlauf auf den Turnaround preis. airberlin soll "schlank und klug" werden, beschrieb Mehdorn kürzlich die Ziele des Programms.

Seit 2007 hat airberlin keinen Nettogewinn mehr erflogen. Im nächsten Jahr will Hartmut Mehdorn die roten Zahlen aber hinter sich lassen. Ohne einen radikalen Abbau von Arbeitsplätzen wird dies kaum gelingen. Kursierende Meldungen, die von einem Wegfall von bis zu 900 Arbeitsplätzen bei airberlin sprechen, will das Unternehmen weder bestätigen noch dementieren. "Schwierige Maßnahmen" seien aber wohl nicht zu vermeiden, bereitete der Chef die Mitarbeiter schon auf die bevorstehenden Einschnitte vor.

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aero.de / Dennis Dahlenburg


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