01.06.2009
FLUG REVUE

A330 AIr France vermisst BrasilienAirbus A330 von Air France wahrscheinlich abgestürzt - 26 Deutsche an Bord

Ein Airbus A330-200 (F-GZCP) von Air France mit der Flugnummer AF447 ist wahrscheinlich über dem Südatlantik abgestürzt. Das Flugzeug war nach Angaben von Air France am Sonntag um 19.03 Uhr Ortszeit in Rio gestartet und sollte Paris CDG am Montag um 11.15 Uhr erreichen. An Bord waren unter anderem 26 deutsche Fluggäste.

In dem Airbus A330-200 reisten nach Angaben von Air France 216 Passagiere, eine dreiköpfige Cockpitbesatzung sowie neun Flugbegleiter. Am Montagabend gab die französische Fluggesellschaft bekannt, dass unter anderem 26 Deutsche, 61 Franzosen und 58 Brasilianer in dem Airbus A330 unterwegs waren.

Wie es in einer Presseerklärung von Air France hieß, habe das Flugzeug gegen 2.00 Uhr UTC eine Gewitterzone mit starken Turbulenzen durchflogen. Um 2.14 Uhr UTC habe es eine automatische Meldung des Flugzeugs an die Basis in Paris über eine elektrische Störung an Bord gegeben. Um 2.30 Uhr UTC hätte sich das Flugzeug routinemäßig bei Dakar Control mit seiner Position melden sollen. Diese Meldung sei jedoch nicht erfolgt.

Die brasilianischen, spanischen und französischen Flugsicherungsbehörden haben seitdem versucht, mit dem Flugzeug Kontakt aufzunehmen. Mit Sonnenaufgang gegen 4.30 Uhr UTC haben die brasilianischen Luftstreitkräfte eine groß angelegte Such- und Rettungsaktion im Seegebiet vor der Insel Fernando de Noronha gestartet. Ein französisches Seeaufklärungsflugzeug ist von einer Luftwaffenbasis im Senegal gestartet, um nach dem Flugzeug vor der afrikanischen Küste zu suchen. 

Die Route bei Flügen über den Südatlantik führt über mehrere Korridore. So geht es zum Beispiel von Recife auf dem brasilianischen Festland an der Insel Fernando de Noronha vorbei in Richtung afrikanische Küste. Dabei führt die Strecke mehrere hundert Kilometer über die offene See, Ausweichlandeplätze sind dann wieder Sal auf den Kapverdischen Inseln oder die Kanarischen Inseln beziehungswiese Dakar. Die Strecke von Recife nach Fernado de Noronha misst rund 600 Kilometer.

Der Kapitän hatte nach Angaben von Air France eine Flugerfahrung von rund 11.000 Stunden. Der betroffene Airbus A330-200 mit der Seriennummer 660 wurde am 18. April 2005 von Air France in den Dienst gestellt und hatte seitdem nach Angaben der Airline rund 18.000 Flugstunden absolviert.

Die Fluggesellschaft hat eine Hotline eingerichtet, unter der sich Angehörige mit Air France in Verbindung setzen können. Die Telefonnummer lautet 0800 800 812 innerhalb Frankreichs sowie + 33 1 57 02 10 55 aus dem Ausland.



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