19.02.2010
FLUG REVUE

Suche AF Roboter KielAirbus A380 transportiert Tauchroboter zur Suche nach abgestürzter A330 von Air France

Rund neun Monate nach dem Absturz eines Airbus A330 auf dem Flug AF 447 von Rio nach Paris wird die Suche auf dem Meeresboden im Südatlantik wieder aufgenommen. Wissenschaftler aus Kiel werden dabei mit ihrem ABYSS-Unterwasserfahrzeug helfen. Es wurde mit einer A380 aus Hamburg nach Boston transportiert.

Am 8. Februar traf der Airbus A380 MSN004 aus der Airbus-Testflotte mit dem Tauchroboter ABYSS auf dem Flughafen Boston-Logan in den USA ein. Der ungewöhnliche Transportflug hatte in Hamburg-Finkenwerder begonnen. Das unbemannte Unterwasserfahrzeug ABYSS des Kieler Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) wird in Boston beim Herstellerwerk gewartet, bevor das Tauchfahrzeug an die brasilianische Küste transportiert wird, von wo aus die von Airbus und Air France beauftragte Suche beginnt.

Mit Hilfe von Air France und Airbus habe der schnelle Lufttransport per A380 dem empfindlichen Tauchroboter eine zeitraubende Anreise per Schiff nach Boston erspart, teilte Prof. Dr. Colin Devey vom Leibnitz-Institut heute auf Anfrage der FLUG REVUE mit.

Von Bord der 2009 gebauten „Seabed Worker“, einem norwegischen Spezialschiff für Arbeiten in der Tiefsee, das am 12. März zusammen mit dem amerikanischen Off-shore Arbeitsschiff „Anne Candies“ von Recife, Brasilien aus in See sticht, werden drei baugleiche autonome Unterwasserfahrzeuge (AUVs) eingesetzt, um die noch immer verschollenen Flugschreiber des Airbus zu finden.

Sie werden in mehreren Tausend Meter Wassertiefe vermutet. Das Tauchfahrzeug ABYSS kann auf einem vorprogrammierten Kurs bis zu 6000 Meter tief tauchen und dabei hochauflösende Kartierungen des Meeresbodens vornehmen. Es ist in der Lage, Objekte von der Größe eines Schuhkartons zu erfassen.

Die beiden anderen Unterwasserfahrzeuge werden von den beiden amerikanischen Meeresforschungseinrichtungen Woods Hole Oceanographic Institution, und Waitt Institut zur Verfügung gestellt, erklärten die Wissenschaftler aus Kiel.

„Wir sind schon seit längere Zeit mit Airbus und Air France bezüglich der neuen Suchaktion in Kontakt und nun sehr zuversichtlich, dass es der Armada von drei Suchfahrzeugen gelingen kann, das Flugzeugwrack und die vermissten Flugschreiber zu orten“, erklärt Professor Peter Herzig, Direktor des IFM-GEOMAR.

„Das Tauchfahrzeug ABYSS hat bei seinem jüngsten Forschungseinsatz vor der Küste Papua-Neuguineas Ende vergangenen Jahres gezeigt, was in ihm steckt“, so Herzig weiter. „Wir wünschen der Mission viel Erfolg, damit die Unfallursache endlich aufgeklärt wird“, resümiert Prof. Herzig.

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HS/SST


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