11.05.2016
aero.de

Kurs auf schwarze NullAlitalia stellt airberlin in den Schatten

Von 580 Millionen Euro im Jahr 2014 dämmte Alitalia ihr Minus 2015 auf 199,1 Millionen Euro ein. Immer noch viel, aber "diese Leistung entspricht den Zielen des Umstrukturierungsplans", ordnet man in Rom die Entwicklung ein. Alitalia gelingt unter Etihad Airways vieles besser als ihrem Partner airberlin.

"Unser Ziel ist es, 2017 wieder profitabel zu werden", sagt Luca di Montezemolo, Chairman von Alitalia. Die Ergebnisse des Jahres 2015 "zeigen, dass Alitalia effizienter bei der Kostenkontrolle geworden ist." Air-Berlin-Chef Stefan Pichler vermied es Ende April, neue Ergebnisziele zu formulieren. 

airberlin verzettelte sich 2015 beim Treibstoffeinkauf und beendete das Jahr mit einem Rekordverlust von 447 Millionen Euro. In Jahr fünf an der Seite von Etihad fliegt airberlin auf Sicht. Etihad achtet nun darauf, Air-Berlin-Fehler nicht in Rom zu wiederholen.

Als neuen Alitalia-CEO installierte Etihad den Chef ihrer Beteiligung Jet Airways, Cramer Ball. Investitionen in neue Flugzeuge, IT-Systeme und ein starkes Interkontprodukt gehörten zu den Sofortmaßnahmen nach dem im August 2014 besiegelten Einstieg.

Alitalia beförderte verganges Jahr insgesamt 22,1 Millionen Fluggäste mit einem Sitzladefaktor von 76,2 Prozent.

Gerade kündigte Ball an, eventuell 49 Prozent des Mitbewerbers Air Malta zu übernehmen - Alitalia soll ihre Marktposition nach unten absichern. "Der Marktanteil von Alitalia bei Flügen von und nach Italien stieg 2015 um vier Prozentpunkte auf 30 Prozent", berichtet die Airline.

Erklärtermaßen werden airberlin und Alitalia ihre bestehende Kooperation 2016 vertiefen. Vielleicht auch mehr - Etihad werden Pläne nachgesagt, airberlin mit Alitalia zusammenzuführen und die Flugbetriebe unter römischem Dach zu organisieren.

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aero.de/Dennis Dahlenburg


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