11.08.2014
FLUG REVUE

Neuer Großaktionär mit 49-Prozent-AnteilAlitalia wird durch Etihad-Einstieg gerettet

Italiens notleidende Fluggesellschaft Alitalia hat einen neuen Großaktionär. Etihad Airways aus Abu Dhabi beteiligt sich mit 49 Prozent an Italiens Flag Carrier, sofern die EU-Wettbewerbsbehörden zustimmen.

Airbus_A330-200_Alitalia

Ein Airbus A330-200 von Alitalia beim Start. Foto und Copyright: Airbus  

 

Nach monatelangem Tauziehen unterzeichneten beide Seiten am Freitag in Rom den endgültigen Vertrag. Etihad Airways erwirbt demnach 49 Prozent der italienischen Airline. Mit dieser Minderheitsbeteiligung wahrt Alitalia alle ihre bisherigen Verkehrsrechte als EU-Fluggesellschaft. In den nächsten Jahren wollen die Araber insgesamt 1,76 Mrd. Euro in die Traditionsairline investieren und die restrukturierte Alitalia ab 2017 "dauerhaft profitabel" machen. Erst am Freitag hatten auch die Alitalia-Aktionäre einer Kapitalerhöhung um 300 Millionen Euro zugestimmt.

"Am Ende muss es kaufmännisch funktionieren", mahnte Etihad-Chef James Hogan bei einer Pressekonferenz in Rom. "Wir glauben an Alitalia. Dies ist eine langfristige, strategische Investition. Mit der richtigen Kapitalausstattung und mit einer starken, strategischen Ausrichtung glauben wir, das Unternehmen wettbewerbsfähig, erfolgreich und dauerhaft profitabel machen zu können."

Vor ihrem Einstieg hatte Etihad Airways einen, bereits erfolgten, Stellenabbau von gut 2000 der 13000 Arbeitsplätze bei Alitalia verlangt. Etihad erklärte, sie wolle das Kurzstreckennetzwerk von Alitalia erhalten, das Wachstum aber auf neue Langstrecken ab Rom und Mailand konzentrieren. Geplant seien außerdem neue Direktflüge aus Venedig, Catania uns Bologna nach Abu Dhabi. Von Rom-Fiumicino aus werde die Frequenz auf tägliche Flüge nach Abu Dhabi verdichtet. In den nächsten vier Jahren plane man fünf neue Langstrecken ab Rom und ab 2018 eine Verdoppelung des Langstreckenangebots ab Mailand-Malpensa auf 25 wöchentliche Flüge. Die Alitalia-Langstreckenflotte solle deshalb um ein Drittel wachsen, während die Standardrumpfflotte für den neuen Bedarf "angepasst" werde.

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www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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