14.03.2011
FLUG REVUE

Japan-Erdbebenhilfe: ANA und JAL befördern Retter und HilfsgüterANA und JAL befördern Hilfsgüter und Retter kostenlos

Die japanischen Fluggesellschaften ANA und JAL unterstützen die Rettungsarbeiten nach dem schweren Erdbeben in Japan durch die kostenlose Beförderung von Rettungsspezialisten und Hilfsgütern. Auch Lufthansa stellt sich auf die Katastrophensituation ein. Die österreichische Austrian Airlines lässt im Anflug auf Tokio sogar die Strahlung messen.

Die japanischen Fluggesellschaften ANA und JAL kündigten am Montag eine Reihe von Maßnahmen an, mit denen die Rettungs- und Bergungsarbeiten nach der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe vom 11. März in dem Land unterstützt werden sollen.

Für den Transport von Hilfsgütern böten beide Airline-Gruppen kostenlos Frachtkapazitäten an und folgten damit den Anweisungen der japanischen Regierung sowie der örtlichen Behörden. Diese unterstützenden Maßnahmen gelten nach Angaben der Fluggesellschaften für alle innerjapanischen und internationalen Strecken. Sie seien bis zum 15. April 2011 befristet.

Man befördere außerdem speziell angemeldete Hilfskräfte und medizinisches Personal an Bord der Flugzeuge. Auch diese kostenfreie Beförderung erfolge auf allen innerjapanischen und internationalen Flügen bis zum 15. April 2011.

Unterdessen landen die Deutsche Lufthansa und Austrian Airlines auf allen ihren Japan-Flügen bis auf weiteres im koreanischen Seoul zwischen. Dadurch können die Besatzungen außerhalb des Erdbebengebietes in Korea übernachten. Für Umbuchungen im Japan-Verkehr hat die deutsche Fluggesellschaft auch erleichterte Bedingungen in Kraft gesetzt.

Östereichs Verteidigungsminister Norbert Darabos teilte am Montag mit, dass Austrian Airlines am Montag und Dienstag ihre Tokio-Flüge von ABC-Abwehrspezialisten des Österreichischen Bundesheeres begleiten lasse. Diese nähmen im Anflug auf Tokio Messungen der Radioaktivität vor.

Die US Navy berichtete am Montag, 17 ihrer Besatzungmitglieder von Rettungshubschraubern seien beim Überflug des Katastrophengebiets verstrahlt worden. Sie hätten danach jedoch mit Wasser und Seife von der radioaktiven Verunreinigung restlos befreit werden können. Die US Navy habe daraufhin ihre Schiffe der 7. Flotte aus der Zone windabwärts des havarierten Atomkraftwerks dirigiert.




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