28.02.2013
aero.de

Anleger glauben wieder an airberlin

Das ging schnell. Innerhalb von nur drei Stunden konnte airberlin am Dienstag eine neue Wandelanleihe vollständig am Finanzmarkt platzieren - und den Emissionsbetrag wegen hoher Nachfrage kurzfristig sogar noch erhöhen.

Statt der geplanten 120 Millionen Euro werden airberlin aus dem Bond 140 Millionen Euro zufließen, gab das Unternehmen bekannt. airberlin verzinst die Anleihe mit jährlich sechs Prozent.

Vor etwas mehr als einem Jahr musste airberlin Investoren noch 11,5 Prozent Rendite versprechen, um sich am Finanzmarkt frisches Geld zu beschaffen.

"Nachdem wir das Geschäftsjahr 2012 mit einem Nettogewinn abgeschlossen haben, beweist die Platzierung der Anleihe umso mehr das Vertrauen der institutionellen Anleger in unsere zukünftige Entwicklung mit unserem verschärften Turnaround-Programm", sagte airberlin-Finanzchef Ulf Hüttmeyer.

Etihad Airways zeichnete 29,2 Prozent der neuen Anleihe, was ihrem Aktienanteil an airberlin entspricht. Der Großaktionär leiht seiner Tochter damit knapp weitere 41 Millionen Euro. Die Erlöse aus der Anleihe werden laut airberlin in eine Stärkung des Working Capital fließen und für allgemeine Unternehmenszwecke verwendet.

airberlin hatte die Finanzmärkte zuletzt mit einem Nettogewinn von sieben Millionen Euro überrascht, in dem allerdings ein Sondereffekt von 184 Millionen Euro aus dem Verkauf des Vielfliegerprogramms Topbonus an Etihad Airways enthalten ist. Im operativen Geschäft erzielte airberlin 2012 einen Überschuss von 70 Millionen Euro. Analysten hatten auch hier rote Zahlen erwartet.

Der neue airberlin-Chef Wolfgang Prock-Schauer setzt airberlin dessen ungeachtet weiter auf Diät. Bis Ende nächsten Jahres sollen die Kosten um 450 Millionen Euro sinken. Den Spardruck spüren vor allem die Mitarbeiter: airberlin baut - auch mit betriebsbedingten Kündigungen - jeden zehnten der gut 9.000 Arbeitsplätze im Unternehmen ab.

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aero.de / Dennis Dahlenburg


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