01.05.2009
FLUG REVUE

Australischer Zwischenbericht zu EK A340-500 TailstrikeATSB-Zwischenbericht zu A340-500 Tailstrike in Melbourne

Die Australische Flugsicherheitsbehörde ATSB hat einen Zwischenbericht zum Tailstrike einer A340-500 (A6-ERG) vom Emirates beim Start am 20. März in Melbourne vorgelegt. Das Flugzeug streifte den Boden und beschädigte auch eine ILS Antenne.

Gemäß internationalen Standards ist der so genannte "Preliminary Report" vorläufig. Untersuchungsberichte von Behörden wie der ATSB oder der deutschen BFU klären auch nicht die Schuldfrage, sie sind vor allem auf die Verbesserung der Flugsicherheit ausgerichtet.

Nach Angaben der australischen Ermittler wurde bei der Berechnung der Leistungsdaten für den Start eine zu geringe Masse angesetzt. "...an incorrect weight had been inadvertently entered into the laptop when completing the take-off performance calculation prior to departure. The performance calculations were based on a take-off weight that was 100 tonnes below the actual take-off weight of the aircraft", heißt es in dem Originalbericht der ATSB.

Als Resultat dieser Berechnungen beschleunigte das Flugzeug nicht mit der erforderlichen Triebwerksleistung und auch die Reference speeds stimmten nicht. Der Copilot hatte zunächst die Maschine versucht abzuheben. Als sich beim Rotieren herausstellte, dass die A340-500 nicht abhob, setzte der Kapitän den TO/GA Modus und übernahm die Kontrolle. Das fast voll beladene Flugzeug stieg nun. Laut Angaben in dem Untersuchungsbericht war im Flugplan ein Startgewicht von 362.900 Kilogramm vermerkt. Das maximale Startgewicht betrage 372.000 Kilogramm.

Die Besatzung leitete kurz darauf einen Fuel Dump ein und landete wieder. Alle Passagiere und Besatzungsmitglieder blieben unverletzt. Die Untersuchung wird in Zusammenarbeit mit den Behörden aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, des BEA sowie Airbus fortgesetzt. Emirates hat nach Angaben des Australischen Behörden ebenfalls bereits eine interne Untersuchung eingeleitet.

 



Weitere interessante Inhalte
Taiwanesen sollten rot-chinesische Flagge tragen Flaggenstreit um Emirates-Flugbegleiter

31.05.2017 - Emirates hat ihre Flugbegleiter aus Taiwan angewiesen, keine taiwanesischen Flaggen mehr am Revers zu tragen. Die kleinen Flaggen tragen sonst alle Emirates-Flugbegleiter als Zeichen ihres … weiter

US-Reiserestriktionen dämpfen die Nachfrage Emirates dünnt US-Flugplan aus

21.04.2017 - Die Fluggesellschaft Emirates Airline dünnt ihren Flugplan in die USA aus. Sie reagiert damit auf eine sinkende Nachfrage, die auch durch die neuen Reisebeschränkungen der Trump-Administration … weiter

Emirates-Tests in Kopenhagen und Chicago Entscheidungshilfe soll Enteisung effizienter machen

02.03.2017 - Die Golf-Airline Emirates testet an den Flughäfen Kopenhagen und Chicago das System CheckTime. Es soll Piloten bei winterlichen Bedingungen unterstützen. … weiter

A380-Triebwerk 500. GP7200 im Einsatz

01.03.2017 - Mit der der jüngsten Auslieferung an Emirates hat das Triebwerkskonsortium Engine Alliance einen Meilenstein erreicht: Insgesamt 125 Airbus A380 fliegen nun mit GP7200-Triebwerken. … weiter

Neue Sitzplätze und schallisolierende Vorhänge Emirates A380: Erneuerte Bar im Oberdeck

23.02.2017 - Eines der Markenzeichen der Emirates-A380 ist die Bar im hinteren Oberdeck, an der sich Gäste der Business Class die Zeit vertreiben können. In ihren künftigen Jets verbessert Emirates den … weiter


  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

FLUG REVUE 07/2017

FLUG REVUE
07/2017
12.06.2017

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


COMAC C919 fliegt
Rafale wird weiter modernisiert
Das Cockpit der Zukunft
Griechenland mustert RF-4E Phantom II aus
Air Seychelles fliegt ab Düsseldorf
Patrouille de France auf großer US-Tour

aerokurier iPad-App