02.11.2010
FLUG REVUE

Jürgen Weber LPCAufsichtsratschef Jürgen Weber: Lufthansa noch stärker internationalisieren

Lufthansa-Aufsichtsratschef Jürgen Weber hat sich für eine weitere Internationalisierung des Konzerns ausgesprochen. Vorbild könne hier die Struktur von Lufthansa Technik oder der Chemieindustrie sein, sagte Weber bei einer Veranstaltung des Luftfahrt-Presse-Clubs in Hamburg.

D-AIMA Lowpass

Der erste Airbus A380 für Lufthansa mit der Kennung D-AIMA. Foto und Copyright: FLUG REVUE / Heiko Stolzke  

 

Nach Einschätzung von Weber sind die Auf- und Abwärtstendenzen in der Airline-Branche in den vergangenen Jahren heftiger und kurzfristiger geworden. Dies sei kaum mit anderen Industriezweigen vergleichbar.

"In den 60er und 70er Jahren hat die Luftfahrt zahlreiche technische Schritte gemacht - vom Prop zum Jet und dann zum Widebody", erklärte Weber. Damals sei zum Beispiel beim Jumbo noch nahezu jede Woche ein Triebwerk gewechselt worden. Heute laufe der Antrieb tausende Stunden störungsfrei an der Fläche, schilderte Jürgen Weber die Quantensprünge bei der technischen Zuverlässigkeit.

Während in den 80er und 90er Jahren beginnende Deregulierung und effektivere Computersysteme als wesentliche Herausforderungen das Airline-Geschäft dominierten, sei in den letzten 10 Jahren Konsolidierung und Internationalisierung in den Mittelpunkt gerückt, erläuterte Weber.

Lufthansa habe hier mit der Star Alliance den richtigen Weg eingeschlagen. Ebenso wichtig sei die Strategie der Übernahmen und Beteiligungen. Aufgrund der zahlreichen politischen Interessen gebe es aber noch vielfach Restriktionen, dieses Thema sei eher mittel- und langfristig orientiert.

Die neue Vorstandsmannschaft um Christoph Franz sieht Weber gut aufgestellt. Das Team sei jung, aber bringe bereits eine Menge Erfahrung mit.



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