05.11.2010
FLUG REVUE

Qantas A380: Australische Behörden nehmen Untersuchung aufAustralien nimmt Qantas-A380-Untersuchung auf

Die australische Unfalluntersuchungsbehörde ATSB hat die Untersuchung der gestrigen schweren Triebwerksstörung an einem Airbus A380 von Qantas aufgenommen.

Ein Team von vier Ermittlern habe am Freitag die Untersuchungen in Singapur aufgenommen, teilte das ATSB mit. Ian Sangston, General Manager Aviation Safety Investigations beim ATSB, sagte: "Eine Untersuchung mit dieser Komplexität kann bis zu einem Jahr lang dauern. Falls es wichtige Zwischenerkenntnisse geben sollte, werden wir die relevanten Behörden jeweils augenblicklich informieren." Ein vorläufiger Faktenbericht werde bis zum 3. Dezember erstellt.

Flugdatenschreiber und Stimmrekorder seien sichergestellt und nach Australien gebracht worden. Der Datenschreiber werde in Sydney, der Stimmrekorder in Canberra ausgewertet. Das beschädigte Triebwerk werde in Singapur inspiziert. Außerdem werde das Flugzeug auf eventuelle weitere Schäden untersucht. Mehrere Bauteile seien für spätere Untersuchungen sichergestellt worden.

An den Untersuchungen seien auch das Air Accident Investigation Bureau (AAIB) aus Singapur und das Indonesian National Transportation Safety Committee (NTSC) beteiligt. Der Zwischenfall geschah in indonesischem Luftraum. Außerdem seien Vertreter der Air Accidents Investigation Branch (AAIB) aus Großbritannien, des Bureau d'Enquêtes et d'Analyses (BEA) aus Frankreich, von Airbus, Rolls Royce und Qantas vor Ort.

Flug QF32 sei um 9.57 Uhr Ortszeit in Singapur gestartet und habe vier Minuten nach dem Start die Schäden am inneren linken Triebwerk 2 erlitten. Dieses sei um 10.01 Uhr abgeschaltet worden. Das Flugzeug sei um 11.47 Uhr gelandet, nachdem es Treibstoff abgelassen habe.

Das ATSB werde Zwischenergebnisse veröffentlichen, sobald diese vorlägen.

Unterdessen haben Singapore Airlines und Lufthansa wieder den normalen A380-Linienbetrieb begonnen. SIA hatte sämtliche A380-Triebwerke vor den Flügen nochmals inspiziert. Bei Lufthansa wurde am Donnerstag ein Johannesburg-Flug mit einer A340-600 statt einer A380 bedient. Am Freitag abend wurde außerdem ein A380-Flug aus Tokio nach Frankfurt (LH 711) gestrichen.

SIA und Lufthansa setzen die A380 ebenfalls mit dem Trent-Triebwerk von Rolls-Royce ein, das auch bei Qantas, hier in einer Version mit erhöhter Leistung, genutzt wird. Bei Air France und Emirates kam es nicht zu Behinderungen. Hier werden an der A380 Triebwerke der Engine Alliance verwendet. 

 




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