04.08.2009
FLUG REVUE

Austrian Airlines im ersten Halbjahr mit hohem Verlust

Die Krise in der internationalen Luftfahrtindustrie hat sich im zweiten Quartal 2009 weiter verschärft. Dies spiegelt sich auch in den Ergebniszahlen der Austrian Airlines Group wieder. Austrian Airlines haben im ersten Halbjahr 2009 ein Periodenergebnis von minus 166,6 Millionen Euro erzielt.

Das bereinigte operative Ergebnis betrug minus 88,4 Millionen Euro; wobei das zweite Quartal mit einem Ergebnis von minus 18,1 Millionen Euro spürbar besser war als das erste Quartal mit minus 70,3 Millionen Euro, aber unverändert keine Rückkehr in die Gewinnzone gebracht hat.

Die Austrian-Vorstände Peter Malanik und Andreas Bierwirth: "Wir leiden wie die gesamte Branche unter der extrem schwachen Nachfrage. Die Krise zeigt schonungslos unsere Schwächen auf. Wir können mit dem Ergebnis natürlich nicht zufrieden sein. Es ist ein schwacher Trost, dass die gesamte Luftfahrtbranche derzeit mit dem Rücken zur Wand steht. Wir kämpfen mit aller Kraft gegen die Krise, und wir kämpfen mit aller Kraft darum, unsere Rentabilität strukturell massiv zu verbessern. Durch das harte Gegensteuern haben wir zunächst einmal geschafft, den Verlust im operativen Geschäft im zweiten Quartal deutlich zu reduzieren."

Die umfassenden Maßnahmen zur Krisenbekämpfung und Steigerung der Rentabilität, die Austrian Airlines eingeleitet haben, brachten bereits im ersten Halbjahr 2009 erste Effekte. Das Krisenpaket, welches wir in den letzten Monaten entwickelt haben, trat sukzessive in Kraft. Im 2.Halbjahr 2009 wird es sich zur Gänze entfalten. Wir gehen davon aus, dass wir die angestrebte Kostensenkung von 15 Prozent bei gegebenem Treibstoffpreis-Niveau für das Gesamtjahr 2009 erreichen werden.

Die kurzfristigen Kostensenkungsmaßnahmen werden sukzessive durch nachhaltige Maßnahmen ersetzt werden. Mittelfristig wird dadurch ein positiver Ergebnisbeitrag von mehr als 300 Millionen Euro jährlich erzielt. So wird das Nachhaltigkeitspaket die Kosten schrittweise um 200 Millionen Euro pro Jahr senken. Die Reduktion des Personalaufwandes um 150 Millionen Euro im Zeitraum von 2010 bis 2015 führt zu einer weiteren Kostensenkung von rund 25 Millionen Euro jährlich.




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