02.02.2009
FLUG REVUE

ötschauaAustrian Airlines löst Vorstandschef ab

Alfred Ötsch beendete Tätigkeit am 31. Januar

Die österreichische Fluggesellschaft Austrian Airlines hat ihren Vorstandsvorsitzenden Alfred Ötsch Ende Januar überraschend und kurzfristig abgesetzt. Der frühere Siemens-Manager hatte die Airline seit Mai 2006 geleitet und verfolgte die Strategie, Österreichs größte Fluggesellschaft als eigenständiges Unternehmen zu erhalten. Kurz vor Jahresende hatte die österreichische Industrieholding ÖIAG jedoch angekündigt, ihren 41,6-prozentigen Anteil an dem defizitären Unternehmen an die Deutsche Lufthansa verkaufen zu wollen.

Die Austrian-Geschäftsleitung wird derzeit kommissarisch von Technik-Vorstand Peter Malanik und Marketing-Vorstand Andreas Bierwirth wahrgenommen. Malanik erklärte zur aktuellen wirtschaftlichen Lage: "Für die Austrian Airlines Group erwarten wir für 2009 einen Ertragsrückgang von bis zu 15 Prozent, was trotz sinkender Kerosinpreise noch immer einem Ergebniseffekt von ca. 225 Mio. Euro entspricht, den wir durch eine weitere Produktionsanpassung im Ausmaß von fünf Prozent und durch Maßnahmen in verschiedenen Bereichen kompensieren müssen. Wir bleiben auch nach dem Closing als Airline im Lufthansa Konzern eigenverantwortlich in jeder Hinsicht und müssen daher diese Krise selbstständig bewältigen.“




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