25.06.2010
FLUG REVUE

British Airways entschädigt Passagier wegen ungerechtfertigter VerdächtigungBA entschädigt Fluggast nach falscher Verdächtigung

Nur weil er ein Mann ist, wurde ein luxemburgischer BA-Passagier vorsorglich von einem benachbarten, alleine mitreisenden Kind weggesetzt. Jetzt entschuldigte sich die Airline und zahlte Entschädigung.

Der 33-jährige Fluggast sei am 20. April 2009 mit British Airways (BA) von London nach Luxemburg gereist, berichtete die britische BBC. Er sei mit seiner schwangeren Frau geflogen und habe mit dieser den Sitzplatz getauscht, so dass sie am Fenster sitzen konnte.

Nachdem der Familienvater damit nun aber neben einem auf dem Gangplatz alleine reisenden Kind saß, habe ihn die Kabinenbesatzung streng zum erneuten Platzwechsel aufgefordert. Die Crew habe ihn bezichtigt, dass er ja ein potenzieller Kinderbelästiger sein könnte. Diese Verdächtigung habe alleine auf der Tatsache beruht, dass er ein Mann sei und sei somit eine gesetzeswidrige, sexuelle Diskrimierung. Frauen würden gegenüber alleine reisenden Kindern anders behandelt.

BA habe bestätigt, dass es sich um eine generelle Unternehmensregelung zum Umgang mit alleine reisenden Kindern handele. Jedes Jahr reisten 75000 Minderjährige mit der Airline. In dem Einzelfall entschuldige man sich und räume einen Verstoß gegen die Anti-Diskrimierungsgesetze ein. BA habe 2161 Pfund der Gerichtskosten und 750 Pfund Entschädigung gezahlt.

Der Fluggast habe die Entschädigung und weitere 2250 Pfund aus eigenen Mitteln einer Kinder-Hilfsorganisation gespendet.




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