17.05.2011
FLUG REVUE

BEA Spekulationen FigaroBEA weist Medienberichte über Flugschreiber-Auswertungsergebnisse von AF 447 zurück

Die französische Flugunfall-Untersuchungsbehörde BEA hat am Dienstag vor übereilten Spekulationen zur Auswertung der Flugschreiber des abgestürzten Airbus A330 von Air France gewarnt.

In französischen Medienberichten war am Montagabend unter anderem die Rede davon, dass Airbus kein Verschulden am Unfall des Airbus A330 hatte.

"Die Bedienung der Sensationslust durch die Veröffentlichung von nicht bestätigten Informationen ist eine Verletzung des Respekts vor den verstorbenen Passagieren und Besatzungsmitgliedern und führt zu Aufregung bei den Familien der Opfer, die bereits zahlreiche sensationelle Medienankündigungen erlitten haben", erklärte das BEA in einer Stellungnahme.

Das BEA sei einzige zuständige Stelle, die über die Fortschritte der Untersuchung berichten könne. "Aus diesem Grund ist jede Information über die Untersuchung aus einer anderen Quelle null und nichtig, wenn sie nicht vom BEA bestätigt wurde", erklärten die Unfalluntersucher.

Zur Qualität der Daten äußert sich die französische Behörde optimistisch: "Die Sammlung der gesamten Daten, die in den Stimmrecordern und Flugdatenschreibern enthalten sind, lässt uns heute praktisch sicher davon ausgehen, dass dieser Unfall vollkommen aufgeklärt werden kann", hieß es am Dienstag. Das Erstellen eines weiteren Untersuchungsberichtes werde aber noch mehrere Wochen dauern.

Airbus bestätigte in einer Pressemitteilung am Dienstag den Versand eines AIT (Accident Information Telex) an seine Kunden-Airlines. Dieses sei vor dem Versand mit der BEA abgestimmt gewesen. Es enthalte zum derzeitigen Stand der Untersuchung keine Sicherheitsempfehlung. Der Flugzeughersteller warnte ebenfalls vor übereilten Spekulationen im Zusammenhang mit der Untersuchung des Absturzes von AF 447.



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