18.08.2010
FLUG REVUE

Untersuchungsbericht: A330-Notlandung wegen KerosinverschmutzungBehörde: A330-Notlandung wegen verschmutzten Kerosins

Das Civil Aviation Department von Hong Kong hat die Notlandung einer A330-300 von Cathay untersucht, die im Frühjahr 2010 wegen blockierter Triebwerke mit überhöhter Geschwindigkeit hatte anfliegen müssen. Nach Meinung der Behörde war vor dem Start getankter, stark verschmutzter Treibstoff Schuld an dem glimpflich verlaufenen Zwischenfall.

Der 1998 gebaute Airbus A330-342 von Cathay Pacific mit der Registrierung B-HLL hatte am 13. April 2010 auf dem Flug vom indonesischen Flughafen Juanda International Airport nach Hong Kong wegen Triebwerksproblemen einen Notfall erklärt. Sein linkes Rolls-Royce Trent 700 Turbofan-Triebwerk war auf 70 Prozent Schub (N1) blockiert, das rechte Triebwerk auf 17 Prozent Schub. Daraufhin musste das Flugzeug mit einer stark überhöhten Geschwindigkeit von 230 Knoten (426 km/h) in Hong Kong notlanden. Die Landung mit 309 Passagieren und 13 Besatzungsmitgliedern gelang ohne weitere Probleme.

Nach einem aktualisierten Zwischenbericht des Civil Aviation Department war verunreinigter Treibstoff Schuld an dem Beinahe-Unglück. Das Treibstoffsystem des Startflughafens sei wegen Erweiterungsarbeiten am dortigen Vorfeld verunreinigt worden. Die Kontrollmaßnahmen hätten nicht internationalen Maßstäben entsprochen. Das Flugzeug sei technisch in einwandfreiem Zustand gewesen, bis der verunreinigte Treibstoff die Störungen hervorgerufen habe. Man setze die Untersuchung der gefundenen Verunreinigungen und des Ablaufs fort. 

An der Untersuchung seien auch die britische Air Accident Investigation Branch, das fränzösische Bureau d’Enquêtes et d’Analyses pour la sécurité de l’aviation civile, das indonesische NTSC, das amerikanische National Transportation Safety Board, Airbus, Rolls-Royce und Cathay Pacific Airways beteiligt. 

 



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