04.11.2015
FLUG REVUE

Arbeitskampf der FlugbegleiterBei Lufthansa droht ein neuer Streik

Nach den Streikrunden der Lufthansa-Piloten droht nun ein neuer Arbeitskampf seitens der Flugbegleiter bei Deutschlands größter Airline. Dieser könnte den Flugbetrieb bei Lufthansa vom Freitag an eine ganze Woche lang empfindlich beeinträchtigen. Nicht betroffen wären Konzerntöchter und Partnerairlines.

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Bei Lufthansa droht ein einwöchiger Streik der in der Gewerkschaft UFO organisierten Flugbegleiter. Foto und Copyright: Lufthansa  

 

Zur Zeit seien noch keine konkreten Streikmaßnahmen bekannt, so dass mögliche streikbedingte Auswirkungen auf den Flugbetrieb noch nicht abgeschätzt werden könnten, teilte Lufthansa am Dienstag mit. Deren Gewerkschaft "Unabhängige Flugbegleiter Organisation" (UFO) hat einen einwöchigen Streik angedroht, der für Lufthansa-Flüge vom Freitag (6. November) bis zum Freitag der kommenden Woche (13. November) dauern könnte.

Lufthansa kündigte an, sobald ein Streikzeitraum bekannt sei, werde sie für ihre gebuchten Fluggäste entsprechende Kulanzregelungen kurzfristig aufstellen. Fluggäste, deren Flug streikbedingt gestrichen werden sollte, hätten immer die Möglichkeit, ihren Flug kostenfrei umzubuchen oder den Flug kostenfrei zu stornieren. Lufthansa Passagiere, die ihre Mobilfunknummer im Kundenprofil hinterlegt hätten, würden per SMS über etwaige Streichungen informiert.

Von dem möglichen Streik wären nur Flüge der Lufthansa Passage Airline betroffen. Flüge, die von Lufthansa CityLine, Germanwings, Eurowings, Air Dolomiti, Austrian Airlines, SWISS und Brussels Airlines durchgeführt werden, sind von den potentiellen Streikmaßnahmen grundsätzlich nicht betroffen. Letzere würden weiterhin normal verkehren.

Der Streik kreist vor allem um die Altersversorgung seitens des Unternehmens für seine Flugbegleiter. Die Gewerkschaft UFO beklagt unrealistisch hohe Sparvorgaben seitens der Unternehmensführung und nachträgliche Wortbrüche bei schon gemachten Zusagen. Dagegen sagt Lufthansa, die Alters- und Übergangsversorgung müsse auf eine nachhaltig finanzierbare Basis umgestellt werden und sei dann noch immer,  im Vergleich zu allen anderen Airlines in Deutschland und auch weltweit, "überdurchschnittlich".



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