16.08.2016
aero.de

Verkehrszahlen im AufwindBrussels Airlines empfiehlt sich für Lufthansa

Bis Oktober muss sich Lufthansa festlegen, ob sie Brussels Airlines komplett übernehmen oder weiterhin nur einen Teil der Gesellschaft besitzen will. Obwohl die belgische Beteiligung noch Nachwirkungen des März-Terrors spürt, entwickelt sich diesen Sommer keine Airline im Lufthansa-Kosmos besser.

Airbus A330 Brussels Airlines

Airbus A330 Brussels Airlines. Foto und Copyright: Brussels Airlines  

 

Den Juli-Zähler stoppte Brussels Airlines bei exakt 788.491 Passagieren, was einem stattlichen Plus von 5,2 Prozent entspricht.

Beim mutigen Ausbau des Angebots um 9,7 Prozent und neun neue Ziele - darunter eine Linie nach Toronto - erwiesen sich die Belgier als treffsicher: Brussels setzte alle zusätzlichen Sitzkilometer im System ab, die Auslastung von 82,7 Prozent entsprach dem Vorjahreswert. 

Lufthansa hält bisher 45 Prozent an Brussels Airlines und sieht die Airline im Falle einer Komplettübernahme als potenziellen Flügelmann ihrer Günstiggruppe Eurowings. Es werde an einem "Konzept zur Migration in die Eurowings-Gruppe" gearbeitet, tat Lufthansa ihre Absichten im April kund.

Nach einem Nettoverlust von 4,2 Millionen Euro im Jahr 2014 drehte Brussels Airlines das Ergebnis 2015 auf 41,3 Millionen Euro aus 43,1 Millionen Euro Betriebsgewinn. Auch dieses Jahr will Airline-Chef Bernard Gustin einen Überschuss vorweisen.

Lufthansa ist seit inzwischen acht Jahren an Brussels Airlines beteiligt und kann die ausstehenden Aktien über eine Option nachkaufen.

Den Komplettpreis für Brussels Airlines deckelte Lufthansa schon 2008 auf maximal 250 Millionen Euro. Für die ersten 45 Prozent flossen 65 Millionen Euro. Vor drei Jahren lieh Lufthansa Brussels Airlines außerdem 100 Millionen Euro, ein Gesellschafterkredit in der heißen Sanierungsphase.



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